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Qualitätsstandards für den Lehrerberuf notwendig
VBE zum Weltlehrertag 2002:
Qualitätsstandards für den Lehrerberuf notwendig



?Mehr denn je spricht sich der VBE für die Formulierung verbindlicher Qualitätsstandards im Lehrerberuf aus?, erklärt Ludwig Eckinger, der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) anlässlich des bevorstehenden Weltlehrertages am 5. Oktober. Es sei zwar eine erfreuliche Tatsache, dass in Deutschland dieser Tag seit dem Jahre 2000 identisch ist mit der Unterzeichnung der Bremer Erklärung zu den Aufgaben von Lehrerinnen und Lehrern, so Eckinger, doch werde dieses gemeinsame Papier der Kultusministerkonferenz (KMK) und aller Lehrergewerkschaften und ?verbände nicht ernst genug genommen. ?Es besteht nach wie vor die Gefahr, den steigenden Lehrerbedarf als Vorwand zu benutzen, die Lehrerbildung nicht dem Berufsanspruch, sondern der Nachfrage unterzuordnen.? Eckinger sieht darin den Versuch, die Substanz und das Ansehen des Lehrerberufes in Deutschland auf Dauer beschädigen zu wollen. ?Uns muss ein Umsteuern gelingen, andernfalls wird die PISA-Diskussion in Deutschland konterkariert. Die Aufwertung von Bildung und Erziehung ist ohne Aufwertung des Lehrerberufs nicht zu packen.?

Der VBE-Bundesvorsitzende verweist darauf, in Bremen habe Konsens bestanden, dass Lehrerinnen und Lehrer ?Fachleute für das Lernen? sind und ?die Qualität einer guten Schule und die Wirksamkeit eines guten Unterrichts entscheidend durch die professionellen und menschlichen Fähigkeiten von Lehrerinnen und Lehrern geprägt? werden. ?Ich empfehle den Kultusministern dringend, die Reform der Lehrerbildung in diesem Sinne auszurichten?, rät Ludwig Eckinger. ?Die Lehrerbildung ist ein entscheidendes Bindeglied zwischen Anspruch und Wirklichkeit von Bildung und Erziehung.? Der VBE fordere deshalb eine grundständige pädagogische Lehrerbildung für alle Lehramtsstudiengänge an der Universität, unterstreicht Eckinger. ?Auch eine eventuelle Strukturierung in Bachelor- und Masterstudiengänge muss die Berufsfeld bezogene und wissenschaftsgeleitete Lehrerbildung gewährleisten.? Konsekutiv-Modelle, die dem zuwiderlaufen, bewertet Eckinger als ?klaren Verstoß gegen eine professionelle Lehrerbildung?. ?Der Billiglehrer käme uns teuer zu stehen.? Um Gefahren beruflichen Versagens so weit wie möglich einzuschränken, plädiert der VBE für ein verpflichtendes Orientierungspraktikum vor dem Studium. Denkbar seien auch Eignungstests im Hinblick auf pädagogisch-psychologische Kompetenz, auf Belastbarkeit und Konfliktfähigkeit.

?Die Reform der Lehrerbildung darf nicht dazu missbraucht werden, ?niedere? und ?höhere? Lehrer auszubilden?, warnt Eckinger. ?Das ist mit dem VBE nicht zu machen, denn alle Lehrer sind Lehrer.? Auf der Basis der Bremer Erklärung könnten verbindliche Qualitätsstandards für den Lehrerberuf formuliert werden, schlägt Eckinger vor. ?Der VBE plädiert für eine Professionalität mit pädagogischem Schwerpunkt. Die wichtigste Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer bleibt der erziehende Unterricht. Das Bekennen zum Beruf schließt die Achtung vor dem Kind und vor dem Jugendlichen, vor der Kultur, vor der Gesellschaft ein und verlangt Bereitschaft und Fähigkeit, über die eigene Arbeit Rechenschaft abzulegen. Die Stärkung des Lehrerberufes muss daher in der Lehrerbildung ? und zwar in allen drei Phasen angelegt sein.?

Diese Positionen hatte der VBE auch auf der Anfang September veranstalteten gemeinsamen Tagung mit der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft bekräftigt. Das Tutzinger Netzwerk für Schule und Lehrer, das vor zwei Jahren auch vom VBE mitinitiiert worden war, wird auf seiner Tagung am 20. und 21. November in der Evangelischen Akademie Tutzing ebenfalls den direkten Zusammenhang von Qualität der Lehrerbildung und Stärkung des Lehrerberufs diskutieren. Das Thema heißt: ?Lehrerbildung gehört in die PISA-Werkstatt?.

Der Weltlehrertag wurde 1994 von der UNESCO eingeführt und wird seitdem alljährlich am 5. Oktober gemeinsam von UNESCO und Education International (EI) begangen. Anstoß gab die Verabschiedung des ?Statuts der Lehrer? am 5. Oktober 1966. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto ?Der Dialog ist unser täglich Brot?. Der VBE ist eine der 311 Mitgliedsorganisationen der EI. Bundesvorsitzender Ludwig Eckinger ist Vorstandsmitglied der EI.



                 

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