Home Sitemap Kontakt Impressum
Suche    
Donnerstag  • 29. Juni, 2017            
                 

  • Wir über uns
  • Das bieten wir
  • Landesvorstand
  • Kreisverbände
  • Archiv
  • Termine
  • Links
  • VBE-Medien
  • Junge Lehrkräfte
  • StudentInnen

  Jetzt Mitglied werden

Interner Bereich
   
 










?Abschließende Leistungsnachweise in der Hauptschule?
Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt müssen für Hauptschülerinnen und -schüler verbessert werden. Hier stimmt der VBE voll zu. Wir fordern bereits seit Jahren, den Hauptschulabschluss neu zu gestalten und die Anerkennung von Schülerinnen und Schülern der Hauptschulen zu verbessern.
Dies gelingt bereits jetzt in vielen Schulen vorbildlich durch besondere Programme zur Berufs-orientierung und zur Steigerung der Leistungen von Schülerinnen und Schülern.
So gibt es Schulen, die eine besonders hohe Übergangsquote in die Ausbildung nach Klasse 9 aufweisen (bis zu 40% der Abgänger bekommen nach Klasse 9 einen Ausbildungsplatz).
Viele der Ausbildungsplätze der Schülerinnen und Schüler aus diesen Schulen sind hoch qualifiziert, wie z.B. Arzthelferin, Kfz-Mechatroniker, Verwaltungsfachangestellte im öffentlichen Dienst usw.
Ausbildungsfähigkeit lässt sich nach Meinung des VBE aber nicht verbessern, indem eine ?Quasi?-Abschlussprüfung eingeführt wird, denn die erreichte Fachkompetenz wird den Schüle-rinnen und Schüler auch jetzt schon im Zeugnis bescheinigt.
Wenn die Fachkompetenz in Deutsch, Mathematik und Englisch verbessert werden soll, so kann dies aus unserer Sicht nur dann erreicht werden, wenn es endlich gelingt die Unterrichts-versorgung der Hauptschulen, laut Bericht des Landesrechnungshofes im Schuljahr 2002/03 lag sie bei 87,2 %, zumindest auf das Niveau der Versorgung bei den Realschulen (94,4 %) anzuheben. Beide Schulformen umfassen die Klassenstufen 5-9 (10) und haben als Ziel die Ausbildungsfähigkeit für Schülerinnen und Schüler.
Seit dem Schuljahr 1999/2000 ist die Unterrichtsversorgung der Hauptschulen kontinuierlich reduziert worden. Die Reduzierung ist zwar nur gering, nämlich von 88,3 auf 87,2 %, aber durch die Zuweisung der Planstellen wird von vorneherein der Unterrichtsausfall auf fast 13% festge-legt. Dies liegt auch daran, dass die Stundentafel für die Hauptschulen relativiert worden ist, d.h. nicht mehr erfüllt werden muss.
Der Landesrechnungshof verweist auch darauf, dass die in den Hauptschulen notwendigen Stütz- und Fördermaßnahmen zunehmend aus dem ?normalen? Planstellenanteil bestritten werden muss und nicht, wie eigentlich vorgesehen aus Sonderzuweisungen für diese Zwecke.
Wundert es dann noch jemanden, dass die Kenntnisse der Hauptschülerinnen und ?schüler geringer werden?
Warum wird die Hauptschule seit Jahren mit Lehrerstunden unterversorgt?
Warum werden den Hauptschulen jetzt schon wieder neue Inhalte und Aufgaben zugewiesen, ohne die entsprechenden Personalstellen zuzuweisen?
Vor diesem Hintergrund muss der Zeit- und Personalaufwand für die abschließenden Leis-tungsnachweise gesehen werden:
. Der Zeitaufwand einer Gruppenprüfung in Englisch soll 10 Minuten je Schülerin und Schüler nicht überschreiten.
Bei 40 Schülerinnen und Schülern heißt das, dass alleine die Englisch-Gruppenprüfung im Normalfall etwa 400 Minuten in Anspruch nehmen wird. (Jede Stunde zählt!!). Die Prüfung wird durch zwei Fachlehrkräfte abgenommen, d.h. 2 mal etwa 9 Lehrerwochenstunden werden ein-gesetzt werden müssen. (Jede Stunde zählt!!).

Auch die Erstellung der Leistungsnachweise ist zeit- und personalintensiv.
Da es keine zentralen Aufgabenstellungen gibt, müssen die Leistungsnachweise arbeitsintensiv vor Ort in den jeweiligen Schulamtsbereichen erarbeitet werden.
In den Kommissionen, die bei den Schulämtern gebildet werden müssen (wann geschieht das endlich?), sollen die Aufgaben und Bewertungsmaßstäbe erstellt werden.
Die Lehrkräfte, die an der Entwicklung beteiligt sind müssen erneut neue Aufgaben ohne Ent-lastung bewältigen, die vielleicht gar nicht lange Gültigkeit haben werden, denn es gibt noch keine Bildungsstandards für die Hauptschulklassen 9, sondern nur eine Entwurfsfassung. Die endgültige Fassung ist erst für Ende 2004 angekündigt worden.
Macht es aber Sinn Aufgabenstellungen bereits jetzt zu erarbeiten, wenn die endgültigen Stan-dards noch nicht bekannt sind?
Außerdem wird wahrscheinlich in jedem Kreis das Rad wieder neu erfunden, wenn es nicht ge-lingt die Leistungsnachweise auf eine einheitliche Basis zu stellen.
Die Schulen und die Schülerinnen und Schüler müssen doch frühzeitig wissen, welche neuen Ziele sie erreichen sollen, denn nur dann kann auf diese Ziele hingearbeitet werden. Die zu erbringenden Leistungsnachweise sollen in den letzten 6 Wochen vor dem Entlasstag erbracht werden. Die Entlassung der Schülerinnen und Schüler der jetzigen Klassen 9 wird ab dem 15.6.2005 erfolgen. Die Prüfungen finden also ab Mai 2005 statt. Vorher gibt es noch die Frühjahrsferien und vielfach bewegliche Ferientage um Himmelfahrt und Pfingsten.
Für die Kommissionen, Schulen und Schülerinnen und Schüler bleibt also nur wenig Zeit der Vorbereitung.

Der VBE erwartet, dass die Aufgabenstellungen landeseinheitlich entwickelt werden, um eine Aussagekraft und Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Ohne Vergleichbarkeit sind sie lediglich als Aktionismus, nach dem Motto ?Seht her, wir stärken die Hauptschule? einzustufen.
Eine wirkliche Stärkung der Hauptschule kann nur durch erheblichen finanziellen und personel-len Aufwand erfolgen, indem den Hauptschulen endlich das Personal zugewiesen wird, dass für die Erfüllung der Stundentafel notwendig ist.
Da die notwendigen finanziellen Mittel und entsprechendes Fachpersonal dafür aber dem Land nicht zur Verfügung stehen, ist eine Stärkung der Hauptschule in absehbarer Zeit nicht zu er-warten, es sei denn dass Bildung endlich wieder einen hohen Stellenwert in der Politik bekommt und die Schulform, die die meisten Problemfälle in ihrer Schülerschaft hat, auch mit dem ent-sprechenden Personal versorgt wird.


J. Kaletsch
Stellv. Landesvorsitzender




                 

  Aktuelle Termine
  • 14.10.2017
    Norddeutscher Lehrertag
  • 16.11.2017
    Delegiertenversammlung des VBE


Mehr Gerechtigkeit
wa(a)gen.


  Tarifrecht (Infoschreiben)
  Dienstrecht
  Schulrecht
  VBE Partner
  Besoldung
  • Besoldungstabellen
  • Vergütungstabelle
  • Besoldungsvergleich
  • Pension





© 2002-2017 VBE SH e.V.