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PR-Wahlen 2003: Braucht Schleswig-Holstein den VBE?
Braucht Schleswig-Holstein den VBE?


Liebe Kolleginnen und Kollegen,


die GEW wird diese Frage schon einmal mit Sicherheit abschlägig beantworten, denn aus ihrer Sicht handelt es sich bei dem VBE um einen Lehrerverband, der standespolitischen Egoismus vertritt und den Grundsatz der Gewerkschaftsbewegung "Nur gemeinsam sind wir stark" nicht begriffen hat und durch seinen Partikularismus den im Bildungsbereich beschäftigten ArbeitnehmerInnen schadet. (Quelle: Werbematerial der GEW)

Handelt der VBE also im Auftrage des Klassenfeindes?

Verantwortlich für die Entstehung des VBE in den 70er Jahren und den damit verbundenen "Partikularismus" ist die GEW-Politik mit ihrer einseitigen Anbindung an das linke Parteien-Spektrum der BRD und den daraus resultierenden ideologiebehafteten bildungspolitischen Festlegungen. Als Beispiele dafür benenne ich die Heiligsprechung der Gesamtschule seit den 60er Jahren und die vor einigen Monaten erfolgte Hinwendung zur Einheitsschule nach dem Vorbild der untergegangenen DDR. Erinnert werden muss auch an das ständige Eintreten für die Abschaffung des Beamtenstatus für Lehrer/innen.

Wie kann im übrigen eine Gewerkschaft alle im Bildungsbereich Beschäftigten für sich gewinnen und vertreten wollen, wenn sie sich hemmungslos parteilich aufführt und z.B. anlässlich der Unterstützung der "Erfurter Erklärung" u.a. folgendes von sich gibt: "Die Politik der gegenwärtigen Bundesregierung ist maßgeblich mitverantwortlich für steigende Arbeitslosigkeit, für die Zerstörung der Grundlagen des Sozialstaates und für die Zuspitzung gesellschaftlicher Gegensätze. Die jetzige Bundesregierung muss daher abgewählt werden." Diese Erklärung richtet sich nicht, wie vielleicht angenommen werden könnte, gegen die jetzige Bundesregierung, sondern gegen die vorherige. Sie erschien im Vorfeld der letzten Bundestagswahlen.


Positionen des VBE-Schleswig-Holstein

Für den VBE-SH bedeutet parteipolitische Unabhängigkeit den ständigen Auftrag für bildungspolitische Toleranz, weltanschauliche Offenheit und pädagogische Professionalität. Er wendet sich gegen Ideologien und starre Dogmen, die nicht die Grundlagen einer modernen Schule sein können, die einer demokratischen Erziehung zur Freiheit und Mündigkeit verpflichtet ist.

Innerhalb dieses Rahmens tritt er für die Beibehaltung der vierjährigen Grundschule und der Schulkindergärten, dem Erhalt des gegliederten allgemeinbildenden Schulwesens und des differenzierten Sonderschulwesens ein. Gesamtschulen ergänzen als Angebotsschulen das Bildungsangebot; sie müssen aber auf jeden Fall den Ansprüchen des Schulgesetzes gerecht werden (§ 15 SG, Abs. 2: Bei der Aufnahme ist darauf zu achten, dass Schülerinnen und Schüler aller Leistungsstärken in etwa gleichem Umfang ausgewählt..... werden). Gesamtschulen, die dieses Kriterium nicht erfüllen, sollten umgehend aufgelöst werden.

Sollten der Elternwille (Anmeldung hauptschulempfohlener Kinder überwiegend in der Realschule)und ein dramatischer Schülerrückgang den Erhalt von Hauptschulen unmöglich machen, kann sich der VBE im allgemeinbildenden Schulwesen eine zweigliedrige Schulstruktur als Alternative vorstellen. Damit würde es in der Sekundarstufe I neben den Sonderschulen 2 schulische Bildungsgänge der Klassen 5 bis 10 geben: das Gymnasium und eine Sekundarschule , die alle Schüler/innen aufnimmt, die kein Gymnasium besuchen. Die Sekundarschule vermittelt die Abschlüsse der Haupt- und Realschule.

Behinderte Schüler/innen sollten integrativ unterrichtet werden, soweit es die organisatorischen, personellen und sächlichen Möglichkeiten erlauben und es ihrer individuellen Förderung entspricht. Bei Kindern und Jugendlichen mit geistigen Behinderungen und Lernbehinderungen geht der VBE davon aus, dass diese Schüler/innen in der Regel in einer entsprechenden Sonderschule besser zu fördern sind.

Mitbestimmung und Personalvertretung

Der VBE-SH, der 2 Mitglieder in den HPR entsenden konnte, in den meisten Bezirkspersonalräten des Landes vertreten ist und in den Kreisen Lübeck und Herzogtum Lauenburg den Vorsitzenden/die Vorsitzende stellt, setzt sich für die Fortentwicklung des Mitbestimmungsgesetzes und für den Ausbau der Mitwirkungs- und Mitbestimmungsmöglichkeiten ein.

Die Anwesenheit von VBE-Mitgliedern in den Bezirkspersonalräten wirkt sich positiv auf deren Arbeit aus, weil sich jetzt alle Lehrer/innen dort angemessen vertreten fühlen. Nach meinen Erfahrungen leidet die Arbeit in den Bezirkspersonalräten und die Zusammenarbeit zwischen den BPRn und dem HPR nicht darunter, dass die Vormachtstellung der GEW in den Bezirkspersonalräten eingeschränkt bzw. in 2 Fällen auch aufgehoben werden konnte. Im Gegenteil: Diese Entwicklung hat zu mehr Transparenz und Offenheit geführt.


Gehört der VBE einer tariffähigen Spitzenorganisation an?

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es zwei tariffähige Spitzenorganisationen für Lehrer und Erzieher; dies sind der Deutsche Beamtenbund (DBB) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Die GEW gehört als eine von mehreren Einzelgewerkschaften dem Deutschen Gewerkschaftsbund an. Dem Deutschen Beamtenbund gehören neben vielen anderen Fachgewerkschaften des öffentlichen Dienstes die Bildungsgewerkschaften VBE (Verband Bildung und Erziehung), DPhV (Deutscher Philologenverband), VDR (Verband deutscher Realschullehrer), BLBS (Bundesverband der Lehrer an beruflichen Schulen) und VLW (Verband der Lehrer an Wirtschaftsschulen) an.


Welche Beschäftigten vertritt der VBE?

Die Lehrerverbände im Deutschen Beamtenbund vertreten die Lehrer/innen der einzelnen Schularten. Aus den Namen der einzelnen Verbände können Sie in der Regel unschwer erkennen, wer für welche Lehrämter/Schularten zuständig ist. Die Ausnahme bildet der VBE. Dieser Name beinhaltet keine Einengung auf ein bestimmtes Lehramt. Der VBE-Bund und verschiedene VBE-Landesverbände verstehen sich deshalb u.a. als Gewerkschaften für alle Lehrerinnen und Lehrer, unabhängig davon, an welcher Schulart sie tätig sind. Der VBE-SH versteht sich als die Interessenvertretung aller Pädagogen des Elementar- und Primarbereichs und des Bereichs der Sekundarstufe I sowie für Studierende und Lehrende der Hochschulen und Seminare. In der Sekundarstufe I organisiert er in der Regel Hauptschullehrer/innen. Bei schulartübergreifenden Problemen arbeiten die DBB-Lehrerverbände in S-H auf Kreis- und Landesebene kooperativ zusammen.


Schleswig-Holstein braucht den VBE!

Es wird Sie nicht verwundern, dass ich zu dieser Antwort komme. Ich halte sie auch noch für sehr berechtigt, weil die Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher eine Gewerkschaft benötigen, die sich nur einem humanistischen Weltverständnis sowie den Prinzipien der freiheitlichen Demokratie und des Sozial- und Rechtsstaates im Sinne des Grundgesetzes verpflichtet fühlt und zu deren Grundverständnis es auch gehört, dass das Bildungswesen nach den Grundsätzen sozialer Gerechtigkeit, weltanschaulicher Pluralität, organisationspolitischer Offenheit und pädagogischer Professionalität gestaltet werden muss. Es wird Sie nach diesen Ausführungen nicht überraschen, dass im VBE Sympathisanten und Mitglieder aller demokratischen Parteien, aber auch Individualisten jeglicher Ausrichtung willkommen sind.

Mit kollegialen Grüßen

Siegfried Latussek





                 

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