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Bericht der Landesregierung zur Entlastung der Lehrkräfte
Worte der Ministerin sind hier Schall und Rauch

In diesen Tagen wird ein Vielfaches an Belastungen über die Lehrkräfte gestülpt

VBE nimmt Stellung zum Artikel in den Kieler Nachrichten ?Lehrer zurück in die Klasse? und zu den Absichten der Landesregierung Schulen von Verwaltungsarbeit zu entlasten

Mit der Überschrift ?Lehrer zurück in die Klasse? wird der Eindruck erweckt, die Lehrkräfte wären woanders, z.B. um der Verwaltungsarbeit nachzugehen.

Tatsache aber ist, dass die Lehrkräfte schon immer in den Klassen sind und ihre Verwaltungsarbeit nebenbei erledigen müssen. Nur ein geringfügiger Anteil wird durch sog. Ausgleichsstunden abgegolten. Sie reichen vorn und hinten nicht.

Tatsache ist auch ? und das wird in dem Bericht deutlich ? dass ihnen dadurch Zeit fehlt, sich neben dem Unterricht ihren Schülerinnen und Schülern zuwenden. Die Folge sind Stress und Hektik.

Die Auflistung der außerunterrichtlichen Tätigkeiten lässt sich erweitern:

- In diesen Tagen wird ein Erlass veröffentlicht, mit dem sog. Mitarbeitergespräche verpflichtend eingeführt werden. Diese Mitarbeitergespräche bedeuten für die einzelne Lehrkraft eine Addition von zwei Zeitstunden und die Schulleiter/innen von ebenfalls zwei Zeitstunden allerdings pro Lehrkraft, also bei einem zwanzigköpfigen Kollegium von 40 Zeitstunden verteilt auf zwei Jahre. Die Kollegien umfassen im Durchschnitt 20 ? 30 Lehrkräfte.

- Für die Evaluation der Schulprogrammarbeit in den Schulen wurden alle Schulleiterinnen und Schulleiter im September in ihre Kreishäuser zitiert und mussten in einem außerordentlich unbeweglichem Verfahren einen Fragebogen ausfüllen, der nach 1,5 Stunden erledigt war. Sie wurden dafür aber von 9 ? 17 Uhr (die Zeit war vorgeschrieben) von ihrer eigentlichen Arbeit ferngehalten.

- Auch der ?Schul-TÜV? - richtig genannt ?EVIT?- ist überflüssig wie ein Kropf, nicht weil die Schulen sich nicht kontrollieren lassen wollen, sondern weil er steif, gestelzt und zeitaufwändig gestaltet ist. Für ca. zwei Wochen (2 Tage in der Schule, je 1 Woche Vor- und Nachbereitung) werden Schulräte, sog. Schulentwickler (IPTS) und ein Schulleiter der Region von ihrer originären Unterrichts- und Verwaltungsarbeit gezielt fern gehalten. Da etwa 8 Schulen auf diese Weise pro Jahr geprüft werden sollen, kommen insgesamt 16 von 39 Schulwochen zusammen.
Dies ist skandalös!

- Hinzu kommt, dass schon vor Jahren den dienstälteren Lehrkräften Altersermäßigungsstunden gestrichen und in Unterricht umgewandelt wurden. Wer heute noch Altersermäßigung erhält, darf sich nicht zurückziehen, sondern muss diese Stunden als Verwaltungsstunden ableisten.

Die Ministerin hat in ihrer Presseerklärung zu Beginn des Schuljahres eine Menge Veränderungen angekündigt, die erheblichen Verwaltungsaufwand bedeuten werden und ihre Absichten Entlastungen zu suchen Lügen strafen:

- ?Geld statt Stellen? wird die Schulleitungen erheblich belasten
- ?Externe Evaluation? = ?Schul-TÜV? :siehe oben
- Vergleichsarbeiten und Parallelarbeiten haben einen erheblichen Vor- und Nachbereitungsaufwand
- 3 weitere Sonderschulplanstellen werden für die Schulung von Erzieherinnen in den Kindergärten verwendet (also kein Unterricht)
- Für die Orientierungsstufen sollen an zusätzlichem Verwaltungsaufwand Förderpläne von Klasse 3 - 6 geschrieben werden,
für Eltern, die sich entgegen der Empfehlung der Grundschule entscheiden wollen, muss eine verpflichtende Beratung erfolgen und ebenfalls eine erneute Beratung bei Schulschwierigkeiten am Ende der 5.Klasse stattfinden.

"Mit Wortklauberei, Schönfärberei und unverbindlichen Worten werden Entlastungen angekündigt und zeitgleich das Vielfache an Belastungen den Lehrkräften aufgeladen," so der VBE.

?Diese Art von Politik ist in höchstem Maße un - glaub - würdig und zerstört die letzten Reste von Motivation!?

Rüdiger Gummert
Landesvorsitzender





                 

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