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Veränderungen zur Arbeitszeit
Kiel, den 20.09.2005

Stellungnahme des VBE zu den Erlassentwürfen
o Änderung des Pflichtstundenerlasses
o Änderung des neuen Ausgleichstundenerlasses

Stichwort: Arbeitszeit

zur Änderung des Pflichtstundenerlasses

zu § 1
Die Arbeitszeitverlängerung um eine weitere halbe Stunde stößt beim VBE auf Empörung und Unverständnis.
Den Lehrkräften sind in der jüngsten Vergangenheit mehrfach arbeitszeitverlängernde Maßnahmen aufgebürdet worden; dazu gehören
- 1997 Verlängerung der Arbeitszeit um 0,5 Std.
- 1997 die Streichung von Altersermäßigungsstunden
- 1999 die Vorgriffsstunde mit 0,5 Std. und jetzt
- 2006 wieder eine Verlängerung der Pflichtstundenzahlen um weitere 0,5 Std.
Darüber hinaus sind arbeitsverdichtende Maßnahmen wie z.B. die Lern- und Förderpläne eingeführt worden.
Finanzielle Einbußen mussten in nicht unerheblichem Maße hingenommen werden wie z.B. Streichung des Urlaubsgeldes, Reduzierung des Weihnachtsgeldes, Selbstbehalt bei der Beihilfe bei weitgehendem tarifpolitischem Stillstand.

Obwohl bessere Bildungsbedingungen für unsere Schülerinnen und Schüler eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, haben in erster Linie die Lehrkräfte persönlich die erhöhten Anforderungen erwirtschaften müssen.

Daran ändert nicht, dass die überwiegend im Hauptschulbereich tätigen Lehrkräfte von dieser Arbeitszeitverlängerung ausgenommen sind.

Alle Lehrkräfte müssen von der Arbeitzeitverlängerung ausgenommen werden!

Diese erneute Verschlechterung bzw. Fortsetzung der belastenden Arbeitsbedingungen setzt ein falsches Signal und ist unverantwortlich:
- Die schwierigen Arbeitsbedingungen in den Klassenzimmern werden missachtet.
- Es wird ignoriert, dass Lehrertätigkeit mehr als nur unterrichten ist.
- Die Einstellung junger Lehrkräfte wird verhindert.
- Die Arbeitskraft junger Lehrkräfte wird vorzeitig vergeudet.
- Die Gesundheit der Lehrkräfte wird belastet.
- Die Zahl dienstunfähig aus dem Dienst scheidender Lehrkräfte wird erhöht.
- Die Attraktivität der Arbeit an schleswig-holsteinischen Schulen wird gemindert.
- Das Vertrauen vor Vertragssicherheit wird bei den über 20 000 Lehrkräften verspielt.



zu § 3 (4) Pflichtstunden-Bandbreite

Nach dieser Regelung entscheidet die Schulleitung lediglich nach Anhörung der Lehrerkonferenz, welche Lehrkraft Ausgleichsstunden (bis zu drei) erhält und welche Lehrkraft bzw. Lehrkräfte diese Ausgleichsstunden durch eine längerfristige Erhöhung ihres Deputats auffangen sollen.

Der VBE lehnt diese Pflichtstunden-Bandbreitenregelung entschieden ab.

- Sie ist in höchstem Maße unsozial gegenüber den gegen ihren Willen mehr arbeitenden Kolleginnen und Kollegen.

- Unfrieden wird in die Kollegien gesät.

- Das Arbeitklima wird erheblich belastet.

- Darüber hinaus wird mit der Anordnung, langfristig eine, zwei oder drei Stunden wöchentlich mehr zu arbeiten, die Arbeitszeit unter Umgehung des § 1 (1) verlängert und damit de facto die Pflichtstundenzahl langfristig erhöht, ohne dass eine Vergütung vorgesehen ist.

- Ein besonderes Problem besteht hier für die Teilzeitbeschäftigten, die ihr Deputat gezielt gewählt haben und dementsprechend bezahlt werden.


Ein Bandbreitenmodell gehört in den Bereich individueller Arbeitszeitkonten und muss in Bezug auf die Deputatserhöhung freiwillig sein.


zur Änderung des Ausgleichsstundenerlasses

Hier werden die Schulleiterinnen und Schulleiter verpflichtet, eine halbe Stunde mehr zu unterrichten.
Für Schulleiterinnen und Schulleiter gelten die gleichen Begründungen wie oben.

Ignoriert wird mit dieser Veränderung, dass
- in vielen Fällen die Schulleitungen den höchsten Anteil am Vertretungsunterricht haben,
- die Zweiteilung zwischen hoher Unterrichtstätigkeit und Schulverwaltung eine erhebliche Belastung bedeutet und
- eine Vielzahl an neuen Aufgaben die Arbeit verdichtet haben.

Der VBE warnt eindringlich
vor den Folgen dieses Bandbreitenmodells
und vor den Auswirkungen weiterer arbeitszeitverlängernder Maßnahmen!


Rüdiger Gummert
VBE-Landesvorsitzender





                 

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