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Bilingualer Unterricht in der Grundschule zzt. nicht angebracht

VBE-Stellungnahme zum Erlassentwurf ?Bilinguale Unterrichtsangebote an Grundschulen?

1. Die Beherrschung der deutschen Sprache muss Vorrang haben.
In der Grundschule wird die Zeit notwendig dafür gebraucht, alle Kinder vernünftig deutsch sprechen zu lehren. Neben den bisher noch ungelösten Problemen, die Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache ausreichend zu fördern, nimmt die Spracharmut der vor dem Fernseher und anderen Medien sitzenden bzw. abgestellten Kinder erschreckend zu. Viele Kinder (auch deutsche) haben kein Gefühl mehr für den Gebrauch des richtigen Falls, kennen keine Präpositionen mehr usw.
In größer geplanten Klassen wird die Sprechzeit für das einzelne Kind immer geringer werden. Der komplette Unterricht in der Grundschule ist für viele Migrantenkinder bereits bilingual.

2. Anknüpfung an vorhandene Bilingualität
Es wird nicht deutlich, ob mit dem bilingualen Unterricht an vorhandene Bilingualität der Kinder angeknüpft werden soll (dänisch, plattdeutsch, friesisch, türkisch?) Es ist schwer vorstellbar, dass neben 2 Stunden verpflichtendem Englischunterricht außerdem noch bilingual in dänisch u.ä. unterrichtet werden kann.
Zusätzlich bilingual in Englisch zu unterrichten, würde dieser Sprache im europäischen Rahmen ein sehr großes Gewicht zusprechen.

3. Qualifizierter Unterricht durch qualifizierte Fortbildung
Eine Fortbildung der Lehrkräfte zu qualifiziertem bilingualem Unterricht ist derzeit nicht gewährleistet. Die Fortbildung nebenher wäre eine Zumutung, besonders im Zusammenhang mit der einseitigen Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung für Grundschullehrer.
Schon die qualifizierte Erteilung des Englischunterrichts in der Grundschule erscheint zur Zeit nicht gesichert.

Es gibt wichtigere Vorhaben in der Grundschule als bilingualen Unterricht. Eine deutliche Stärkung der musischen Fächer wäre hilfreicher.

Zum Erlassentwurf im Einzelnen nimmt der VBE wie folgt Stellung (Der Text des Erlassentwurfes wird kursiv mit aufgeführt:

Ergänzend zu dem ab Schuljahr 2006/07 beginnenden verpflichtenden Englischunterricht ab Jahrgangsstufe 3 sollen Grundschulen bei ausreichender Nachfrage im Rahmen der vorhandenen Ressourcen bilinguale Unterrichtsangebote in unterschiedlichen Formen, z.B. bezogen auf Fächer, Lerngruppen oder Jahrgangsstufen einführen können. Dabei wird interessierten Schulen angeraten, sich frühzeitig durch die zuständige Schulaufsicht beraten zu lassen.

Entscheidend ist für den VBE, dass dieser Unterricht, wenn er denn gewünscht wird, ergänzend zum Englischunterricht angeboten werden muss.

1. und 2.: Diese Vorschrift legt die Genehmigung ?durch die Schulaufsicht auf Antrag der Schulkonferenz? fest und bindet die Genehmigung an Voraussetzungen.
Der VBE versteht die Genehmigung durch die Schulaufsicht als einen weiteren Akt der Gängelung und fordert das Recht der Schulen auf eigenverantwortliches pädagogisches Handeln ein. Besser wäre es, die für das eigenverantwortliche pädagogische Handeln erforderlichen Rahmenbedingungen zu nennen.

- Offenheit für alle Schülerinnen und Schüler

- Nachweis einer qualitativ und quantitativ ausreichenden personellen Ausstattung im Rahmen der vorhandenen Ressourcen
Der VBE fordert, dass die Ressourcen gesichert sein müssen. Er bezweifelt, ob dies angesichts der angespannten Versorgungslage der Grundschulen, die darüber hinaus noch verlässliche Grundschulen sein sollen, möglich sein wird.

- Darlegung der Stundenverteilung bei Sicherung des verpflichtend ab Jahrgangsstufe 3 zu erteilenden Englischunterrichts

- Vorlage eines Konzepts mit Aussagen zu den Zielen des Angebots, zur Lerngruppenstruktur, zu curricularen Grundzügen und zur Methodik
VBE: Hier reicht die Erstellung eines Konzepts, nicht die Vorlage.

- Bei langfristig angelegten Angeboten dokumentierte Absprachen mit den weiterführenden Schulen zur möglichst weitgehenden Sicherung der Kontinuität der Bildungsgänge
Für den VBE ist dies der schwierigste, eventuell sogar der unüberwindliche Punkt des Vorhabens.

3. Diese Vorschrift fordert darüber hinaus verpflichtend die Rechenschaftslegung und in Zusammenarbeit mit der Schulaufsicht die Evaluation.
Hier fehlt der Adressat der Rechenschaftslegung.






                 

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