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VBE zum Weltkindertag
Zwischen Armut und Wohlstandsverwahrlosung


Kiel ? Unsere Kinder und Jugendlichen wachsen in Deutschland unter widersprüchlichen und schwierigen Bedingungen auf: So leben über 2,5 Millionen auf Sozialhilfe-Niveau, gleichzeitig grassiert das Phänomen der Wohlstandsverwahrlosung.

?Unsere Gesellschaft ist nicht kinderfreundlich. Sie setzt Maßstäbe, die nicht kindgerecht sind. Während auf einer Seite ein Entwurf für eine neue EU-Fernsehrichtlinie den deutschen Jugendmedienschutz zunichte macht, auf einer anderen Seite viele unserer Schülerinnen und Schüler hungrig in die Schule kommen, werden sie in der Schule leistungsorientiert vermessen und gewogen.? Diese Feststellung traf der Landesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Rüdiger Gummert, anlässlich des Weltkindertages am 20. September.

Er appellierte an die Eltern, alles zu tun damit Kindheit glücken kann.
Die Politik forderte er auf, die Eltern in ihrer Verantwortung zu stärken und, wo es nötig ist, zu entlasten und die Schulen in die Lage zu versetzen, alle Kinder, unabhängig von ihrer sozialen und ethnischen Herkunft, zu fördern. ?Erforderlich sind eine gute Ausstattung der Schulen, der Ausbau echter Ganztagsschulen und personell optimal ausgestatteter Kinderbetreuungseinrichtungen, der Besuch muss kostenfrei sein."
Nicht nachvollziehbar sei für den VBE, dass ALG II-Bezieher für Lebensmittel 3,33 ? und für ihre Kinder nur etwa 2 Euro pro Tag erhielten. Vor diesem Hintergrund könne kaum Lern- und Leistungsfähigkeit in den Schulen erwartet werden.

?Heranwachsende aus besser gestellten Haushalten kennen zwar keine materielle Not, viele von ihnen müssen aber die bittere Erfahrung machen, dass sich niemand wirklich für sie interessiert. Sie sind sich weitgehend selbst überlassen.?
Kinder erfahren tagtäglich, dass Werte und Normen ihre Verbindlichkeit verlieren. Soziale Verantwortung und Solidarität nehmen ab, der Einzelne wird zunehmend für sein eigenes Schicksal verantwortlich gemacht. Hinzu kommt, dass junge Menschen in einer Vielzahl von Familientypen und komplizierten Beziehungsnetzen aufwachsen. Sie sind konfrontiert mit Heirats- und Scheidungsketten, Mehrelternfamilien, Patchwork-Familien, usw.

Immer mehr Familien rutschen in die Armut ab. Der aktuelle Armutsbericht führt drastisch vor Augen, was das für Kinder und Jugendliche bedeutet: Das Selbstwertgefühl sinkt, viele erkranken an Depressionen, fühlen sich einsam, sind misstrauisch, nervös, leiden unter Konzentrationsschwäche und resignieren bereits in jungen Jahren, was ihre beruflichen Chancen angeht. Sie wissen, dass sie ohne höheren Bildungsabschluss kaum Chancen auf sozialen Aufstieg haben, gleichzeitig bleibt ihnen der Zutritt zur elitären Wissensgesellschaft verwehrt.
Für den VBE ist dies der eigentliche Skandal in der deutschen Bildungspolitik.
Im Mittelpunkt der Schul-, Familien- und Bildungspolitik müssen die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen stehen. Vorausschauende und humane Schulpolitik muss dafür Sorge tragen, dass Schule Lern- und Lebensraum sein kann. Gummert: ?Wenn junge Menschen erfahren, dass sie angenommen werden, leisten und lernen sie viel. Lippenbekenntnisse zum Weltkindertag lösen die Probleme nicht."




                 

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