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PISA: DAS ENDE EINER ILLUSION!
PISA: DAS ENDE EINER ILLUSION!

Stellungnahme des VBE-Kreisverbands Lübeck

Die Ergebnisse der PISA-Studie kommen für den VBE nicht unerwartet: Das Sparen an den Bildungsausgaben trägt endlich die verdienten Früchte. Die BRD gehört zu den drei Ländern, die weniger als 10 % ihres Bruttoinlandproduktes in den Bildungsbereich investieren!

Ein weiterer Grund für das schlechte Abschneiden ist darin zu sehen , dass unter der Regie einer ?fortschrittlichen? Pädagogik in den vergangenen zwanzig bis dreißig Jahren der Versuch stattgefunden hat, das gegliederte Schulwesen durch integrative Systeme, auf deren negative Ergebnisse ich hier nicht weiter eingehen muss, zu ersetzen und Schulen auch inhaltlich zu verändern:

? von ergebnis- zu nur erlebnisorientierten Schulen,

? von lernenden und einübenden zu nur spielerischen Schulen,

? von Schulen mit eindeutigen Fächerstrukturen zu Schulen mit fächerübergreifendem Unterricht,

? von benotenden Schulen zu Schulen ohne Noten,

? vom systematischen Unterricht (lehrergeleitet und schülerorientiert) zum kindertümelnden Unterricht.

Die Folgen einer derartigen Schulpolitik sind den Verantwortlichen schon lange bekannt. So gab Brigitte Speth, die Vorsitzende der sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft für Bildungsfragen, vor dem Bekanntwerden der Pisastudie in einem Brief an alle SPD-Bildungsministerinnen zu erkennen, dass die Studie als eine ?Selbstverurteilung der Reformpolitik der letzten 30 Jahre? verstanden werden könne.

Sie erinnerte daran, dass die Leistungseinbrüche der Preis für die erwünschte Ausweitung des Schulbesuchs und die Beteiligung bildungsferner Schichten seien. Auch ohne Test sei vorhersehbar, ?dass Länder mit selektiven Schulsystemen, die den Strukturreformen der letzten 30 Jahre widerstanden haben, bessere Schülerleistungen in allen Schulformen haben werden? als die in ihrer Partei beliebten integrativen Systeme.

Dazu schreibt Konrad Adam in ?DIE WELT? vom 14.12.2001: Zu den bedrückendesten Ergebnissen der Pisa-Studie zählt ja gerade, dass die Abstände zwischen oben und unten, zwischen traditionell bildungsfreundlichen und bildungsfernen Schichten, die zu verkürzen sich die Reformer vorgenommen hatten, größer geworden sind, nicht etwa kleiner. Weniger der durchschnittliche Leistungsstand als die Erkenntnis, dass es die Schwachen waren, die unter der Reform am meisten gelitten haben, macht Pisa zum Skandal.

Die progressive Bildungspolitik hat zwei Mal versagt, sie hat auf Ansprüche verzichtet, ohne von der erhofften Gegengabe, von Chancengleichheit, auch nur das Geringste einzustreichen. Der Aufbruch ging zu Lasten derer, die ohnehin unten waren ? nicht das erste Beispiel für die asozialen Folgen einer sozial genannten Umverteilungspolitik und sicher nicht das letzte. Statt ihren Leistungsstand zu heben und ihren Klassencharakter zu überwinden, ist die deutsche Schule schlechter und sozial selektiver geworden: so wie es mit dem Fortschritt eben geht.

Die Politik muss sich jetzt die kritische Frage stellen, ob sie mit hyperaktiver Innovationsrethorik und mit fortschreitenden Liberalisierungen im Schulbereich nicht den falschen Weg eingeschlagen hat:

Schulpolitik muss in allen Bundesländern Schülerinnen und Schülern wieder Bildungswege eröffnen, die ihren Begabungen und Neigungen entsprechen und die ihnen Qualifikationen und Kompetenzen für die Herausforderungen der Zukunft vermitteln. Dies erreichen wir beispielsweise durch

? ein klares Bekenntnis zum Leistungsprinzip und zur Bildung von Leistungseliten,

? eine konsequente Ausgestaltung der Primarstufe (volle Halbtagsschule, die durch den Schulträger und das Land finanziert wird),

? verbindliche und vergleichbare Leistungsstandards,

? eigenständige, unverwechselbare Profile für jede Schulart,

? Chancengerechtigkeit, unabhängig von Herkunft und Vorbildung sowie

? qualifizierte und motivierte Lehrer/innen.

Qualifizierte und motivierte Lehrer/innen hat das Land bereits; die Landes- regierungen sollten diese allerdings nicht weiterhin durch fortwährende ?Reformen? und Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen demotivieren.

Siegfried Latussek, Vorsitzender des Kreisverbandes Lübeck, Brucknerstraße 4, 23556 Lübeck, Telefon: 0451-473558 / Fax: 0451-4791543 / E-Mail: s.latussek@vbe-sh.de




                 

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