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VBE zum Entwurf der Regionalschulverordnung
Der Entwurf der Landesverordnung über Regionalschulen entspricht im Wesentlichen den Vorstellungen des VBE, lässt aber gebunden durch das Schulgesetz die gleichberechtigte Berücksichtigung der Hauptschülerinnen und Hauptschüler außer Acht.
Für den VBE haben alle Jugendlichen der Hauptschule Anspruch auf eine mindestens zehnjährige allgemeine Schulausbildung.

Dem VBE fehlen außerdem Aussagen zur Kontingentstundentafel und zur Aufstockung der Funktionsstellen in den Regionalschulen.
Nur so ließe sich die Wertschätzung des Bildungsganges Hauptschule und der Regionalschule im allgemeinen erfassen. Wer Zusammenlegungen von Schulen betreiben und fördern will und Funktionsstellen einstreicht, missbraucht Arbeitsbereitschaft und Lehrergesundheit der Lehrkräfte vor Ort.

Von besonderer Bedeutung wären klare Zusagen zur Entwicklung der Schulsozialarbeit als Aufgabe des Landes (nicht der Kommunen) gewesen. Sie fehlen gänzlich.
Der VBE fordert in diesem Zusammenhang, die Einsparungen durch Schulzusammenlegungen für die konzeptionelle Ausstattung der Schulen mit Schulsozialarbeit zu nutzen und diese einmalige Chance nicht verstreichen zu lassen.

Zur Verordnung selbst:

Der Verordnungstext ist geprägt von einem Ungleichgewicht zwischen wenigen organisatorischen Regelungen und unverhältnismäßig umfangreichen und detaillierten Prüfungsregelungen. Damit wird der Eindruck erweckt, dass in der Regionalschule die Prüfungen am Ende der Schulzeit wichtiger wären als das Leben und Lernen in den 5 oder 6 Jahren davor.

Im Rahmen der Regionalschulbildung ist die Einrichtung einer gemeinsamen Orientierungsstufe, die zur Folge hat, dass erst am Ende der 6. Klassenstufe entschieden wird, ob die Schülerinnen und Schüler den Bildungsgang zum Erwerb des Hauptschul- bzw. Realschulabschlusses verfolgen, zu begrüßen. Aus vielen entwicklungspsychologischen Gründen ist es angebracht den Kindern diese Orientierungsphase zu bieten.
Die Bildung dieser gemeinsamen Orientierungsstufe muss dementsprechend gut vorbereitet sein, d.h. es müssen entsprechende Maßnahmen hinsichtlich eines zusätzlichen Einsatzes von Lehrerstunden und Fortbildungen getroffen werden, die in Anbetracht der bevorstehenden Veränderungen eine angemessene Arbeitsgrundlage bieten.

Positiv hervorzuheben ist, dass in der Regionalschule von zukünftigen ?Bildungsgängen? die Rede ist und dass eine hohe Durchlässigkeit zwischen diesen Bildungsgängen gewährt werden soll, da die Klassenkonferenz am Ende jeden Schuljahres eine neue Zuordnung beschließen kann.

Schwierig gestaltet sich allerdings der Umgang mit dem ?Unterricht auf verschiedenen Anspruchsebenen?. Die Ü-Skala der Gesamtschulen, aus einer Realschul-4 eine Hauptschul-3 zu machen, entwertet im häuslichen Miteinander der Regionalschule die Leistungen der Hauptschüler.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten ab Jahrgangsstufe 7 die Möglichkeit, durch die Wahl eines Wahlpflichtkurses einen individuellen Schwerpunkt zu setzen. Der Entwurf lässt allerdings offen, wer darüber entscheidet, ob dieser Kurs zwei- oder vierstündig angeboten wird. Bei einem zweistündigen Angebot kann schwerlich von einer Schwerpunktsetzung gesprochen werden.
Der VBE fordert in dieser Angelegenheit ein klare Festlegung, damit die Versorgung mit Unterrichtsstunden gesichert wird.

Es ist selbstverständlich, dass Schülerinnen und Schüler in der deutschen Sprache gefördert werden müssen, wenn diese aufgrund sprachlicher Defizite dem Unterricht nicht folgen können.
Dafür müssen aber auch die notwendigen Mittel bereitgestellt werden.

Die Einrichtung einer flexiblen Übergangsphase, die es nur an Schulen gäbe, die diese beantragt haben, würde bedeuten, dass Schülerinnen und Schüler auf Antrag der Eltern die Schule wechseln müssten. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Hauptschulen, die diese Übergangsphase anbieten, Gefahr laufen, eine Sammelstelle für schwache und auffällige Schülerinnen und Schüler zu werden. Deshalb sollte auf diese Übergangsphase verzichtet werden und ein Wiederholen der Klassenstufen der 8 und 9 als Möglichkeit in Betracht gezogen werden.

Im Entwurf wird die Berufsorientierung als integrativer Teil aller Fächer und Jahrgangsstufen der Regionalschule dargestellt. Soll es sich tatsächlich im Unterricht einer Klasse 5 um an Berufen oder an der Berufwelt orientierten Unterricht handeln, also für Kinder und Jugendliche, denen entwicklungspsychologisch jene Welt sehr weit entfernt ist?
Hier ist begriffliche Klarheit gefordert, ansonsten den Schulen der eigenverantwortliche Gestaltungsspielraum zu geben.

Laut Entwurf soll das Aufsteigen in die Jahrgangsstufe 7 durch den Versetzungsbeschluss der Klassenkonferenz am Schuljahresende erfolgen. Eine ?Nichtversetzung? soll, so wird weiter ausgeführt, ?schriftlich begründet werden?. Eine schriftliche Begründung würde nur zeitliche Arbeitskraft binden, da sich die Begründung zur Nichtversetzung aus den Noten ergibt. Bei allen zusätzlichen Aufgaben, die in nächster Zeit entstehen, sollte in jedem Fall darauf geachtet werden, dass unnötige Formalia vermieden werden.

Weiterhin soll das Aufsteigen in die Jahrgangsstufe 8 und 9 ohne Versetzungsbeschluss erfolgen. Diese starre Regelung wird abgelehnt, da aus einer nicht erfolgreichen Mitarbeit in der 8. Klasse nicht automatisch durch Aufsteigen in den nächsten Jahrgang eine erfolgreiche Mitarbeit wird. Außerdem besteht hier die Gefahr, dass einzelne Schüler an Schulen mit flexibler Übergangsphase wechseln, was der VBE aus besagten Gründen nicht befürworten kann.

Im Rahmen der Abschlüsse erweisen sich einige Formulierungen als ungenau.
Ist es einer Schülerin/ einem Schüler möglich, mit einem Hauptschulzeugnis, dass die Kriterien nach
§ 5(2) Satz 2 erfüllt, in die 10. Jahrgangsstufe zu wechseln?

Außerdem ist nicht nachzuvollziehen, warum eine misslungene Prüfung zum Realschulabschluss zur Folge haben kann, dass dem oder der betroffenen Schüler/in der Hauptschulabschluss zuerkannt werden kann. Das weicht nicht nur den Hauptschulabschluss auf, sondern diskreditiert ihn als ?Sonderangebot?.
Diese Regelung ist abzulehnen!

Positiv hervorzuheben ist, dass alle Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihrer Abschlussprüfung eine Projektarbeit präsentieren sollen. Diese Vorgehensweise ist bereits an Hauptschulen erprobt und hat sich u.a. im Hinblick auf selbstständiges Arbeiten, Teamarbeit, Entwicklung und Darstellung der eigenen Kompetenzen als sehr erfolgreich herausgestellt.

Die Bildung der Prüfungsausschüsse und der Unterausschüsse und der Projektausschüsse macht bereits in der Aufzählung deutlich, dass hier eine hohe Bindung an Ressourcen an einer Schule zu einem Zeitpunkt erfolgen soll, der sich bekanntlich als enger Korridor mit hoher Arbeitsdichte erweist. Hier sollte noch einmal über eine Reduzierung der Ausschussmitglieder nachgedacht werden.

Wie schon oben erwähnt lassen sich zu den wichtigen Aspekten wie ?Stundentafel? oder ?Stundengarantien? in dem Entwurf keine verbindlichen Aussagen finden.

Der VBE steht für Veränderungen in unserer schulischen Landschaft, erwartet aber auch, dass diese nicht mit schneller Nadel geflickt werden, sondern mit einer entsprechenden konzeptionellen Ausarbeitung als Grundlage für eine erfolgreiche Arbeit und die Weiterentwicklung unserer Schulen gewürdigt werden.




                 

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