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Wird Käfighaltung wissentlich einkalkuliert?
Als skandalös bezeichnet der stellvertretende Landesvorsitzende
des VBE, Jürgen Kaletsch, dass das Bildungsministerium Schülerinnen und Schüler der auslaufenden Haupt- und Realschulen erheblich benachteiligt.

Kaletsch bezieht sich auf die Planstellenzuweisung an die Gemeinschaftsschulen, mit der die Zuteilungen von Lehrerwochenstunden für die auslaufenden Hauptschulen, wie auch der auslaufenden Realschulen deutlich gesenkt wurden. Im Gegensatz dazu gehe es den Schülern die in Gemeinschaftsschulen unterrichtet werden, deutlich besser: Ihre Unterrichtsversorgung wird laut Planstellenerlass wesentlich besser sein.

?Hauptschülern muss eine bessere Ausbildungsfähigkeit ermöglicht werden,? so Kaletsch, ?sie dürfen weder ausgegrenzt werden, noch ohne einen Schulabschluss die Schulen im Land verlassen.?
Auch im Planstellenerlass verpflichte sich das Bildungsministerium, in den Haupt- und Realschulen ?die Unterrichtsversorgung zu verbessern und darüber hinaus eine auskömmliche Unterrichtsversorgung in den Regionalschulen und Gemeinschaftsschulen zu gewährleisten.?

Diese ?verbesserte? Unterrichtsversorgung sieht so aus, dass einem Hauptschüler in einer auslaufenden Hauptschule 1,2 Lehrerwochenstunden zugewiesen wurden, gegenüber 1,445 Stunden im Vorjahr. Einem Realschüler in einer auslaufenden Realschule wurden 1,18 Lehrerwochenstunden zugewiesen. Dem Schüler einer Gemeinschaftsschule stehen dagegen 1,44 Lehrerwochenstunden zu.

Konkret heißt das:
Bei 20 Schülern in einer Hauptschulklasse stehen 24 Unterrichtsstunden (brutto, d. h. ohne dass die Ausgleichs- und Ermäßigungsstunden der Schule abgezogen sind) zur Verfügung. Bei kleineren Klassen sinkt die Stundenzahl noch weiter.
Demgegenüber stehen bei ebenfalls 20 Schülern in einer Gemeinschaftsschule fast 29 (28,8) Stunden Unterricht zur Verfügung. Hinzu kommen die Sonderzuweisungen für Entwicklung, Koordinatoren, Entlastung der Kollegen, ?, so dass die tatsächliche Unterrichtsversorgung bei 30 - 31 Unterrichtsstunden liegt.

Nach Ansicht des VBE sind demnach die in den Hauptschulklassen verbliebenen Schülerinnen und Schüler betroffen, benachteiligt und ausgegrenzt. Damit setzt die Landsregierung den peinlichen Weg fort, Schülern mit hohem Lernbedarf geringere Lernzeiten zuzuweisen.
Kaletsch: ?Gerade diese bedürfen der besonderen Fürsorge des Staates, da sie häufig extreme Probleme mit dem Lernen und auch im Umgang mit anderen Menschen haben.? Die Quote derjenigen, die den Hauptschulabschluss nicht erreichen werden, wird unter diesen Umständen in den kommenden Jahren, solange es noch die Hauptschule als eigenständige Schulform gibt, deutlich zunehmen.
Dies darf politisch nicht gewollt sein!

Auch jahrgangsübergreifende Klassen, um die Mindestversorgung von 25 Unterrichtsstunden für jeden Schüler zu gewährleisten, sind nur bedingt eine Lösung. Im Extremfall kommen 30 und mehr Schüler zusammen bei Klassenraumgrößen von 50-55 Quadratmetern. Das kommt einer Käfighaltung gleich und nimmt den lernschwächeren Jugendlichen die Chancen auf individuelle Förderung.
Erschwerend kommt hinzu, dass die Hauptschulklassen die Hauptlast der Inklusion im Sek I -Bereich zu leisten haben.
Kaletsch warnt eindringlich davor, die Hauptschüler noch weiter ins Abseits zu stellen.
?Der VBE erwartet, dass das Bildungsministerium große Anstrengungen unternimmt, im Umstrukturierungsprozess der Schulen niemanden zurück zu lassen.?




                 

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