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Niemanden zurücklassen ? auch nicht die Grundschullehrkräfte !

Zur Anpassung des Pflichtstundenerlasses an die neuen Schularten gem. Bildungspaket der Großen Koalition nimmt der VBE wie folgt Stellung.

Dieser Erlass beeinflusst im Positiven wie im Negativen radikal den Arbeitseinsatz der Lehrkräfte.

Wir stehen vor einem Dilemma:
Die Landesregierung, die diese Erlassänderung verantwortet, ist nicht mehr tätig, die zukünftige Landesregierung muss sich nicht mehr verantwortlich fühlen.

Mit diesem Erlassentwurf wird die einheitliche Unterrichtsverpflichtung für alle Lehrkräfte ein weiteres Mal nicht umgesetzt. Fiskalische Gründe dürfen nach Ansicht des VBE keine Rolle spielen, die längst überfällige Gleichbehandlung aller Lehrkräfte zumindest hinsichtlich der Arbeitszeit endlich einzuführen.

Der VBE wehrt sich dagegen, dass der Arbeitsaufwand in den einzelnen Schularten und Laufbahnen gegeneinander aufgerechnet wird.
Für den VBE sind alle Lehrer Lehrer und deshalb auch gleich zu behandeln.

Grundschule

Erstmalig in der Nachkriegsgeschichte Schleswig-Holsteins liegt im Rahmen des neuen Pflichtstundenerlasses die Unterrichtsverpflichtung der Grundschullehrkräfte zwei Stunden höher als die der Lehrkräfte in der Sekundarstufe I.
Dies betrachtet der VBE als ungeheuerlichen Vorgang, da ausgerechnet Lehrkräfte der Schulart betroffen sind, denen jahrelang Aufgaben über Aufgaben ohne Entlastungen auferlegt wurden: Integration, Inklusion, jahrgangsübergreifender Unterricht, Verlässlichkeit, Ergänzungszeiten, Kinder aller Begabungen individuell fördern usw. In der Grundschule wird das Fundament für alle weiteren Bildungschancen gelegt. Diese Arbeit ist nicht weniger wert, als die Arbeit, die in Sekundarstufe I geleistet wird.
Der VBE vermisst diese Wertschätzung der Grundschularbeit durch das Land Schleswig-Holstein.
Der VBE vermisst Perspektiven für dringend notwendige Entlastungen der in den Grundschulen tätigen Lehrkräfte vor allem in Bezug auf die Arbeitszeit.
Aus diesen Gründen ist dieser Erlass nicht nur unerträglich, sondern unverschämt und dreist im Umgang mit den Grundschullehrkräften.

Der VBE fordert für die Grundschullehrkräfte

- die Senkung der Unterrichtsverpflichtung auf ebenfalls 26 Unterrichts¬stun¬den. Unterricht in der Grundschule ist qualitativ hochwertig, sehr anstrengend; die Vorbereitung, Besprechungs- und Beratungsgespräche sind zeitaufwändig wie in keiner anderen Schulart.
- Die Ergänzungszeiten, die nur den Grundschullehrkräften auferlegt wurden, müssen ersatzlos gestrichen werden.

Regional- und Gemeinschaftsschule

Der VBE begrüßt die Herabsetzung des Pflichtstundenumfangs bei Haupt- und Realschullehrkräften auf einheitliche 26 Unterrichtsstunden.
Damit wird gleiche Arbeit bei deutlich weniger Gehalt zumindest mit dem gleichen Stundenumfang berücksichtigt.

Der VBE fordert an dieser Stelle für die Sonderschullehrkräfte, die überwiegend oder ausschließlich in Sekundarstufenschulen eingesetzt werden, ebenfalls eine Unterrichtsverpflichtung von 26 Stunden.
Es ist einerseits dem inklusiven Gedanken abträglich, dass eine Lehrkraft mehr arbeitet als die beiden anderen, mit denen sie laufend zusammenarbeitet, andererseits nicht vermittelbar, dann den Einsatz als Unterstützungsmaßnahme mit hohem Beratungsbedarf zu erwarten.

Der VBE fordert deutlich zu machen, dass die Unterrichtsverpflichtung von 26 Stunden für alle Lehrkräfte in einer aufwachsenden Regional- und Gemeinschaftsschule gilt und nicht nur für die aufwachsenden Jahrgänge.

?überwiegender Einsatz?

Der Versuch, Lehrkräften mit ?überwiegendem? Einsatz unterschiedliche Pflichtstunden zuzuweisen, wird eine Fülle von Unklarheiten schaffen wie an den folgenden Beispielen deutlich wird:
a) Eine Lehrkraft arbeitet mit der einen Hälfte in der Grundschule und der anderen in einer Regionalschule. Sie wird im laufenden Schuljahr umgeplant mit zwei Stunden über der Hälfte in der Regionalschule. Damit hat sie 2 Stunden Unterrichtsverpflichtung weniger. Wo wird dies vollzogen ? in der Grundschule oder der Regionalschule, bei der dann nichts ankäme?
b) Eine Teilzeitkraft, zur Hälfte in der Grundschule zur anderen in der Gemeinschaftsschule, leistet 4 Stunden Mehrarbeit in der Gemeinschaftsschule. Diese können über Freizeitausgleich nicht erstattet werden und müssen also anteilig zur Besoldung vergütet werden. Welcher Anteil gilt? 4 von 28 oder 4 von 26?
Auch aus diesen Gründen fordert der VBE einheitliche Pflichtstundenzahlen.

Oberstufe

Während bei den anderen Schularten von ?überwiegendem Einsatz? gesprochen wird, fallen im Fall einer Oberstufentätigkeit die Begriffe ?mindestens 30%? und ?persönliche Unterrichtsverpflichtung?. Beides hat Erklärungsbedarf und stellt auf den ersten Blick eine Ungleichbehandlung dar, da bereits 30% ausreichen um 1,5 Stunden weniger Unterricht erteilen zu müssen.

Gymnasien

Die unterschiedliche Unterrichtsverpflichtung an Gymnasien ist ebenfalls erklärungsbedürftig.

Sonderschullehrkräfte

Auch die Arbeitszeit für Sonderschullehrkräfte ist auf 26 Unterrichtsstunden zu senken.

Reisetätigkeit /Wechseltätigkeit

Der Absatz 2 ist nicht mehr zeitgemäß formuliert: Seit dem neuen Schulgesetz ist die Tätigkeit der Sonderschullehrkräfte nicht mehr auf die Integration reduziert. Die Prävention in der Schuleingangsphase, der Flex-Klasse und darüber hinaus hat einen wesentlich größeren Umfang angenommen. Sie wird an dieser Stelle nicht erfasst.
Der VBE fordert daher in Absatz (2) den Begriff Reisetätigkeit in Wechseltätigkeit umzubenennen und ihn unabhängig von den Sonderschullehrkräften und dem Einsatzgrund anzuwenden.

Der Begriff Wechseltätigkeit umfasst nicht nur die Reisetätigkeit, sondern erfasst auch die Anforderungen, sich auf unterschiedliche Kollegien und Schularten einzustellen und in steigendem Umfang sich doppelten Konferenzterminen zu stellen.

Die Entfernungen zwischen den Einsatzorten betragen häufig mehr als 10 km bis hin zu 25 km und mehr.
Dies betrifft nicht mehr nur die Lehrkräfte der Förderzentren.
Dies betrifft nun seit den Schulzusammenlegungen auch Förderzentren, Grundschulen und Regional- und Gemeinschaftsschulen mit Außenstellen, Regional- und Gemeinschaftsschulen mit weit auseinander liegenden Gebäudeteilen usw.




                 

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