Home Sitemap Kontakt Impressum
Suche    
Montag  • 18. Dezember, 2017            
                 

  • Wir über uns
  • Das bieten wir
  • Landesvorstand
  • Kreisverbände
  • Archiv
  • Termine
  • Links
  • VBE-Medien
  • Junge Lehrkräfte
  • StudentInnen

Jetzt Mitglied werden

Interner Bereich
   
 










Zusammenfassung der Stellungnahme des VBE zur Änderung des Grunderlasses
Schülerinnen und Schüler nehmen am Religionsunterricht teil, wenn sie der Konfession angehören, für die der Unterricht angeboten wird. Nach Entwurf des Ministeriums sollen die konfessionell ungebundenen oder einer anderen Religionsgemeinschaft angehörigen, religionsmündigen Kinder (bzw. deren Eltern) einen Antrag stellen, um an diesem Unterricht teilnehmen zu können. Es wäre jedoch sinnvoller, nach dem Prinzip ?Abmeldung statt Anmeldung? vorzugehen: Die genannten Schülerinnen und Schüler sollten ohne Antrag am evangelischen oder katholischen Religionsunterricht teilnehmen können, falls kein ordentlicher Ersatzunterricht angeboten wird. Der Schulalltag zeigt, dass eine aufwändige Antragstellung in der Regel nicht umgesetzt wird. Laut Schulgesetz könnten die Eltern ihre Kinder (und ab dem 14. Lebensjahr die Jugendlichen sich selbst) praktischer Weise einfach vom Religionsunterricht abmelden.

Die abgemeldeten oder konfessionell ungebundenen Schüler und Schülerinnen sollen laut Erlassänderung ?anderen Unterricht in einem Pflichtfach erhalten, das zum Religionsunterricht thematisch übereinstimmende Erziehungs- und Bildungsziele verfolgt? (§4(2)). Solch ein Fach gibt es jedoch nicht. Es gibt höchstens Fächer mit vergleichbaren Zielen wie z.B. Ethik/Philosophie. Diese werden jedoch in der Primarstufe nicht angeboten. Wo sollen die Kinder also während des Religionsunterrichtes hin? Das Ministerium schlägt vor, dass sie an ?jeglichem anderen Unterrichtsangebot der Schule? teilnehmen können. Das wäre zum Beispiel die Fußball-AG oder das Weihnachtsbasteln. Es darf aber keine Lösung sein, den Religionsunterricht in Konkurrenz zur Fußball-AG treten zu lassen. Bildung wird so auf niedrigstes Niveau bugsiert. Der evangelische Religionsunterricht hat einen hohen Rang wie jedes andere ordentliche Lehrfach. Deutsch oder Mathematik würde ja auch nicht durch eine beaufsichtigte Spielstunde ersetzt werden.

Auch die Auffassung, dass ?[?] die Schülerinnen und Schüler zu keiner Unterrichtsteilnahme verpflichtet sind, sofern die Schule für diese eine Aufsicht durch geeignete Personen gem. §17 Abs. 3 SchulG während der Stunden sicherstellt [?]? kann nicht unterstützt werden. Die Gleichsetzung von ordentlichem Fachunterricht mit beliebiger Beaufsichtigung durch ?sonstige Personen? muss entschieden abgelehnt werden. Es muss ein adäquater Ersatzunterricht in einem ordentlichen Lehrfach mit lehrplanmäßigen Erziehungs- und Bildungszielen gewährleistet werden. Religionsunterricht darf nicht mit unfachlicher Beaufsichtigung durch z.T. auch wechselnde Bezugspersonen gleichgesetzt und gleich gewertet werden.
Das schadet nicht nur dem Ruf des Religionsunterrichtes, sondern degradiert auch den Lehrerberuf und die Schule im Allgemeinen. Die Unterrichtszeit durch reine ?Zeit unter Aufsicht? zu ersetzen, widerspricht dem Grundgedanken allen Kindern gleichen Zugang zu Bildung zu verschaffen.

Ein weiterer Vorschlag ist, die Schülerinnen und Schüler in einer jahrgangs- und klassenübergreifenden Lerngruppe zusammenzufassen, wenn sie nicht am Religionsunterricht teilnehmen. Hier sollen sie einen Unterricht erhalten, der thematisch vergleichbare Erziehungs- und Bildungsziele verfolgt wie der Religionsunterricht und über dessen Inhalte sich zuvor mit der Schulaufsicht verständigt wurde. Hier werden organisatorische Unwägbarkeiten und Belastungen für die Schulen und damit für die Lehrkräfte vorprogrammiert. Der breite Einsatz von Lehrkräften mit Facultas wäre durch zeitliche Beschränkung auf bestimmte Stunden zusätzlich verhindert.

Der evangelische Religionsunterricht ist für alle offen, er ist nicht missionarisch ausgelegt. Er ist sich selbst am ?thematisch vergleichbarsten?. Schülerinnen und Schüler können an diesem ordentlichen Fachunterricht teilnehmen, sofern kein Ethikunterricht angeboten wird.

Die ausführliche Stellungnahme kann angefordert werden: info@vbe-sh.de






                 

  Aktuelle Termine


Mehr Gerechtigkeit
wa(a)gen.


  Tarifrecht (Infoschreiben)
  Dienstrecht
  Schulrecht
  VBE Partner
  Besoldung
  • Besoldungstabellen
  • Vergütungstabelle
  • Besoldungsvergleich
  • Pension





© 2002-2017 VBE SH e.V.