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Empfehlungen des VBE zum Schulgesetzentwurf
Vorstellungen und Empfehlungen des VBE zum Schulgesetzentwurf
vorgetragen im Bildungsausschuss des Landtages

von Rüdiger Gummert, Landesvorsitzender des VBE

Unter Verweis auf die schriftliche Stellungnahme hier die Schwerpunkte der Stellungnahme:

Als Sonderschullehrer gehörte ich vor 35 Jahren zu denjenigen, die die gefürchtete Vorlesung und Prüfung in ZNS (Zentralnervensystem) durchlaufen mussten. Wir waren die einzige Lehrergruppe, die auf den neurophysiologischen Stand über das Lernen der damaligen Zeit gebracht wurden. Mit dem damaligen Wissen ließ sich leichter erklären, dass die SuS Schulen unterschiedlicher Anforderungen und Arbeitsweisen besuchten.

Wir Menschen neigen nun dazu, unsere einmal gewonnenen Vorstellungen über Phänomene wie z.B. das Lernen als endgültig und unabänderlich anzusehen. Wir können aber nicht verhindern, dass Wissen hinzukommt, dass neue Erfahrungen gemacht werden, die mit dem alten Weltbild nicht übereinstimmen und die uns zwingen, unsere einmal entwickelten Vorstellungen und Erklärungen an den neuen heutigen Kenntnisstand anzupassen.

Heute wissen wir, dass Lernen nur in einem emotionalen, selbstwirksamen Kontext wirksam stattfindet.
Lernen heißt Wachstum, nicht nur über sich hinauswachsen, sondern auch Wachstum der neuronalen Verbindungen. Die neuronalen Verbindungen wachsen in den Bereichen, die wir häufig aktivieren. Das Ganze hat nur einen Haken: man muss es mit Begeisterung machen. Ohne die emotionale Befindlichkeit der Begeisterung kein nachhaltiges Lernen.
Hinzu kommt, dass all das in Balance stehen muss zu einer Sicherheit, die aus einer sozialen Bindung hervorgeht. Das ist neurophysiologisch so gewachsen.

Nun verlassen die SuS heute nicht mehr die GS in die eine oder andere Schule und finden dort soziale Sicherheit, die ihnen Rückhalt gibt für das Wagnis, an Probleme heran zu gehen und diese lernend zu lösen.
Sie kommen heute in eine Schule, die erst kürzlich aus Haupt- und Realschule zusammengelegt wurde und die die Aufgabe zu Recht hat, in der Orientierungsstufe bzw. auch länger gemeinsam Lernen zu ermöglichen.

Wenn also diese Schulen, frühzeitig trennen können, um schon früh auf den Realschulabschluss hin unterrichten zu können,
- wo bleibt dann die soziale Sicherheit, damit Lernen unbeschwerter stattfinden kann?
- wo bleibt die Chance, Begeisterung durch Erfolge zu entwickeln, wenn schon früh die Angst mitregiert, wer als nächstes zu den Verlieren gehört?
Deshalb empfiehlt der VBE dringend, die gemeinsame Orientierungsstufe aufrecht zu halten und zu beleben.
Schulen brauchen Gelassenheit für das Lernen in der 5. und 6. Klasse - mindestens.

Der Schulgesetzentwurf tut so, als könne man in den neuen Schularten die Haupt- und Realschulen wieder finden. Dies ist ein Irrweg! Wie auch Schulen gleicher Art zu völlig neuen Schulen werden, so erst recht die organisatorische Verbindung verschiedener Schularten.
Wir haben eine neue Lage und brauchen deshalb auch neue Wege.

Die Schulen haben sich sehr schwer getan, Neuland zu betreten bzw. betreten zu müssen. Man hat sich mühsam zusammengerauft. Es hat Verletzungen gegeben. Man steht gegenüber den Schulträgern im Wort. Nun prallen wieder die Reste der alten Kollegiumskulturen gegeneinander anstatt gemeinsame Werte zu erarbeiten und sich an diesen zu orientieren.

Mit diesem Teil der Schulgesetzänderungen tut Schleswig-Holstein sich selbst und seinen SuS im Besonderen keinen Gefallen.

Regional und Gemeinschaftsschule werden einander angeglichen, dann aber bitte nennen Sie diese auch einheitlich Sekundarschule,
auf jeden Fall bleiben Sie bei dem Mittleren Abschluss und verzichten auf die Bezeichnung Realschulabschluss als Abschluss einer Schulart, die es in Schleswig-Holstein bald nicht mehr gibt. Damit würden Sie auch den Beschlüssen der KMK folgen, die Bildungsstandards für den Mittleren Bildungsabschluss und nicht für den Realschulabschluss erstellt hat.

Ein Wort zur Inklusionsformulierung.
Sie ist auf den Idealzustand einer inklusiven Gesellschaft hin ausgerichtet und gibt der Inklusion Vorrang. Das ist so in Ordnung.
Die Forderungen des VBE in Bezug auf Umsetzungsschritte sind hinlänglich bekannt. Diese Schritte kosten eine Menge Geld.
Die BRKonvention fordert im Übrigen nicht die Abschaffung der Förderzentren.
Deshalb müssen Förderzentren selbstständig bleiben.
Sie sind keine allgemein bildenden Schulen.
Organisatorisch verbunden geht die hochqualifizierte Sonderpädagogik verloren und wird zum Spielball von fachfremden Mehrheitsverhältnissen in den Schulen.

Zum Abschluss erinnere ich an die Forderungen des VBE von 2007:

- Schulsozialarbeit muss als Aufgabe aller im Schulgesetz verankert sein.

- Der VBE fordert die 10jährige Mindestschulpflicht für alle SuS.
Wir können und dürfen es uns nicht leisten, Schülerinnen und Schülern mit dem höchsten Lernbedarf die kürzeste Schul- und Lernzeit zuzumuten.



                 

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