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„Es ist belastend, beschämend, erniedrigend und stigmatisierend, wie die Inklusion in Schleswig-Holstein versorgt wird.“
Zitat der Ministerin
„Förderzentren gelten in der
öffentlichen und wissenschaftlichen Diskussion
als Einrichtungen, die mit kränkenden, belastenden, beschämenden, erniedrigenden Wirkungen, mit Stigmatisierungen verbunden sind.“

Wenn nach Meinung der Bildungsministerin in der öffentlichen Wahrnehmung die Förderzentren stigmatisieren und Teilhabechancen verschlechtern, dann muss Sie jetzt handeln und den gemeinsamen Unterricht so ausstatten, dass eines ausgeschlossen wird: Die Verschlechterung der Teilhabe - und Bildungschancen durch die zur Zeit stattfindende inklusive Mangelversorgung.
Bildungsministerin Wende VBE
„Dabei ist I-Kind nicht gleich I-Kind." Richtig
"Es gab und gibt unterschiedliche Förderbedarfe." Richtig
"Und es wird auch immer Schülerinnen und Schüler mit erheblichem Unterstützungsbedarf geben, zum Beispiel im geistigen oder körperlichen Bereich." Nicht nur hier. Ebenso im Bereich Lernen, sozial-emotionale Entwicklung, Sprache und autistischem Verhalten.
"Für diese Kinder wird es auch weiterhin Förderzentren geben“. Der VBE wird diesen Weg unterstützen.
"Förderzentren reduzieren Teilhabechancen." Dies ist eine unzulässige Verallgemeinerung. Förderzentren reduzieren nicht von vornherein Teilhabechancen.

Förderzentren können Teilhabechancen verringern, wenn der Umfang des Förderbedarfs nicht gründlich (z.B. durch ein gründliches Gutachten und unter Abwägung der regionalen Förderchancen) in Verbindung mit dem Förderort bedacht wird. Leichtfertige Entscheidungen müssen sich diesem Vorwurf aussetzen.
Dabei geht es nicht nur um die Bereiche der geistigen, körperlichen und motorischen Entwicklung, sondern auch um die anderen sonderpädagogischen Förderbereiche wie z.B. Lernen, soziale und emotionale Entwicklung, Sprache und autistische Förderung.
Entwicklungschancen im schulischen Raum können familiär so stark vorbelastet oder belastet sein, dass mit psychosozialen Fehlentwicklungen und Schädigungen zu rechnen ist. Für diese Kinder und Jugendlichen müssen Förderzentren vorgehalten werden, die entweder zeitlich begrenzt oder dauerhaft zur Verfügung stehen.
Für 10 – 20 % der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in allen Förderbereichen ist dies eine Hilfe.
Bei dem Elternrecht als Grundrecht (Wahlfreiheit) müssen deshalb Alternativen in Form der Förderzentren zur Verfügung stehen.

Alle im Zitat erhobenen Vorwürfe, die sich die Ministerin Frau Dr. Wende anscheinend zu eigen macht, lassen sich auch auf den gemeinsamen Unterricht beziehen, wenn nicht die Gelingensbedingungen in Form von Lehrerstunden zur Verfügung gestellt werden. Das Zitat selbst ist ein Griff in die Mottenkiste der Stigmatisierungsdebatte alter Zeit.

Die öffentliche Diskussion schlägt angesichts der nur oberflächlichen Versorgung der Inklusion in den Schulen einen gegensätzlichen Kurs ein und begegnet dem derzeitigen Kurs mit Kopfschütteln.
Betroffene Eltern nutzen gern die Entscheidungsfreiheit.
Die wissenschaftliche Diskussion geht von idealisierten Verhältnissen aus und lässt die realen Verhältnisse (inklusive Mangelversorgung) in den Schulen unberücksichtigt.
Kränkend sind Versorgung und Förderung für so manches sog. I-Kind in der Regelschule, weil die Lehrerstunden fehlen. Kränkend kann auch ihre besondere Stellung in der Klassengemeinschaft sein.
Belastend kann auch der Unterricht der Regelschule in noch vielen Fällen für ihre ganz individuelle Lernsituation sein – von Erfolgen sind sie oft weit entfernt.
Beschämend kann ihre Stellung auch in der Klassengemeinschaft der Regelschule sein. Beschämend ist auch die Versorgung für die Kollegenschaft.
Misserfolge können auch in der Regelschule erniedrigende Wirkungen haben.
Die Stigmatisierungsdebatte ist seit mindestens 15 Jahren überholt. Viele Schülerinnen und Schüler sind im inklusiven Unterricht der Regelschule stigmatisiert, häufig auch durch ihre sozialen und emotionalen Verhaltensschwierigkeiten.
Die Teilnahme am Unterricht der Regelschule ist nicht per se der Weisheit letzter Schluss.
Gerade deshalb muss sonderpädagogischer Förderbedarf sehr gründlich in Verbindung mit dem Förderort bedacht werden.

Von der Bildungsministerin erwartet der VBE, dass sie Förderzentren nicht als Einrichtungen wahrnimmt, die Schülerinnen und Schüler stigmatisiert, sondern als Bildungseinrichtungen, die einerseits in den allgemeinbildenden Schulen sonderpädagogischem Förderbedarf nachzukommen versuchen und andererseits in besonders schwierigen Fällen selber Schülerinnen und Schüler aufnehmen und dort unterrichten.
Der VBE fordert die Landesregierung schon seit ihrem Bestehen auf, mehr in die Inklusion an den Schulen zu investieren.
Zur Zeit fehlen jährlich 300 Lehrkräfte, davon 100 gezielt für die Inklusion, um eine adäquate sonderpädagogische Versorgung in den Regelschulen und den Förderzentren sicherzustellen.



                 

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