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Mitteilungen: VBE antwortet der Ministerin
Der VBE erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass alle Bildungsverantwortlichen die Aufgabe haben, eine optimale Unterrichtsversorgung zu ermöglichen und sicher zu stellen. Unter diese vom Steuerzahler gesetzte Prämisse gehören Prinzipien, wie beispielsweise eine stärkere Eigenverantwortung der Schulen.
Dieses Prinzip aber vor die eigentliche Aufgabe zu stellen, verstellt den Blick und lenkt ab.

Die Ministerin hat mit keinem Wort eine Verbesserung der Unterrichtssituation als Zielangabe vorgegeben.

Das Personalentwicklungskonzept als schon durchgeführten Bestandteil schulischer Eigenverantwortung aufzulisten ist kühn. Der hierzu erforderliche Erlass ist erst jetzt veröffentlicht worden.
Der VBE ist insofern verärgert, dass rechtliche Handlungsgrundlagen wie Erlasse und Verordnungen noch nicht vorhanden sind, aber sowohl in Administration wie auch teilweise vor Ort schon munter drauflos nach diesen noch nicht gültigen Rechtsgrundlagen gearbeitet wird.
Die Personalentwicklungselemente Mitarbeitergespräch und Rückmeldung für Führungskräfte sind nach Auffassung des VBE positive Elemente zur Förderung von Motivation und mehr Partizipation in den Schulen, wenn sich alle Beteiligten an bestimmte Regeln halten, die im zukünftigen Erlass enthalten sein werden, die Personalräte mitbestimmen können, diese Elemente von allen getragen werden und in der Schule eine Bereitschaft zum Abbau hierarchischer Strukturen vorherrscht.

"Geld statt Stellen" steht unter dem Ziel stärkerer Eigenverantwortung der Schulen und nicht unter dem Ziel einer Optimierung der Unterrichtsversorgung. Schulen können auf die Besetzung frei gewordener Planstellen(anteile) verzichten und erhalten statt dessen Geld, um andere Unterrichtskräfte oder -aushilfen anzustellen. Dabei geht es nicht nur um nicht besetzbare Planstellen(anteile).
Aus diesem Grunde ist der VBE dagegen.
Während die Besetzung nicht besetzbarer Planstellen oder Planstellenanteile auf diesem Wege als Notlösung noch akzeptabel wäre, ist der bewusste Verzicht auf Unterricht durch eine qualifizierte Lehrkraft eine sträfliche Verletzung des staatlichen Auftrags, für eine optimale Unterrichtssicherung zu sorgen.
Uns geht es keinesfalls so gut, noch mehr als bisher auf Unterricht zu verzichten.

Die Orientierung an klaren Standards ist für den VBE kein Problem, sofern die Adressaten diese auch erreichen können. Eindeutige Zielsetzungen in verbindlichen Lehrplänen sind eine Grundvoraussetzung.
Diese Eindeutigkeit können wir vom VBE auch bei den Hauptschulstandards nicht erkennen. Zu unverbindlich sind die Beschreibungen, die als Grundlage einer professionellen Diagnostik unverzichtbar sind.

Externe Evaluation der Schulen findet, professionell durchgeführt, die Akzeptanz des VBE.
Wie schon oben in anderer Angelegenheit moniert, wird auch bei EVIT (Externe Evaluation im Team) informiert - in Schulleiterdienstversammlungen, in Zeitschriften etc -, ohne dass eine rechtskräftige Grundlage in Form eines Erlasses oder Verordnung vorliegt. Noch scheint sie in weiter Ferne, sofern dies überhaupt beabsichtigt ist.
Externe Evaluation ohne Rechtsgrundlage ist nach Auffassung des VBE fragwürdig, unprofessionell und kann nicht zu den gewünschten Ergebnissen führen.

"Vermeidung von Schulversagen, Senkung der Sitzenbleiberquote, stärkere individuelle Förderung ... müssen in klare Regeln münden" (Zitat der Ministerin).
Der VBE wird sie daran messen.

Sprachlicher Förderbedarf - lesen Sie hierzu unseren Briefwechsel mit der Ministerin in unseren "Mitteilungen".
Es müssen mehr Planstellen für Deutsch als Zweitsprache bereitgestellt werden, damit die hierfür ausgebildeten Lehrkräfte auch im vorschulischen Bereich zum Einsatz kommen können.

Eine stärkere Gewichtung des Grundschulgutachtens bei dem Übergang in die Orientierungsstufe und ein stärkeres Gewicht auf eine Orientierung in der Orientierungsstufe zu legen, kann vom VBE nur begrüßt werden.
In Klasse 3 bis 6 kontinuierliche Lern- und Förderpläne einzuführen, muss als Versuch gewertet werden, auch dort wieder Berichtszeugnisse einzuführen, wo sie laut Schulkonferenzbeschluss durch Notenzeugnisse ersetzt wurden. Förderpläne sind kein Allheilmittel, dem Förderbedarf einzelner zu entsprechen. Gesicherte Förderstunden, d.h. statt Vertretungsunterricht gesicherte Förderstunden in Klasse 1 - 6 durch Zuweisung zusätzlicher Planstellenanteile, können ein effektiverer Weg sein und mit Sicherheit auch das Problem des Wiederholens verringern.

Die klare Aussage, Hauptschul-Empfohlenen den Zugang zum Gymnasium zu verwehren, wird begrüßt und entspricht einer alten Forderung des VBE.

"Nach Abschluss der 7. Klasse nur noch Schrägversetzungen nach oben zuzulassen" ist zu apodiktisch abgefasst und entspricht nicht Gegebenheiten der Realität:
- im Einzelfall muss ein Entscheidungsspielraum eingeräumt werden
- die größten Probleme scheinen in Klasse 8 zu entstehen und führen dann erst zur hohen Rückläuferzahl
- die Ergebnisse werden durch zwangsweise teilnehmende Schülerinnen und Schüler in den Gymnasien und Realschulen nicht besser
- den Realschulen und Gymnasien wir unterstellt, ihre Jugendlichen abzuschieben



Nicht in der Pressemitteilung enthalten, in der Presse hierzu aber nachzulesen, war die Festlegung auf einen Einstieg in den Aufbau fester Grundschulzeiten, um den schwachen PISA-Ergebnissen begegnen zu können.
Danach sollen Klasse 1-2 von 8-12 Uhr und Klasse 3-4 von 8-13 Uhr feste Grundschulzeiten durch Rhythmisierung des Vormittags erhalten.
Da als Ziele "die Verbesserung der Grundschulbildung und durchgängige Verbesserung der Lesekompetenz und des grundlegenden Verständnisses mathematischer und naturwissenschaftlicher Zusammenhänge, verlängerte Lernzeiten und Verringerung der Bildungsbenachteiligung auf Grund sozialer Herkunft" genannt sind, bleibt abzuwarten was unter "Rhythmisierung des Vormittags" zu verstehen ist.
Mehr Unterricht? - Mehr Pausen? - Mehr Aufsicht, ohne dass unterrichtet wird? - Veränderung der Lehrerarbeitszeit?

Nach einer kleinen Abfrage des VBE bei Grundschulen im Februar 2002 ist kein Grundschüler täglich 5 Stunden in der Grundschule:
Klasse 1 = 19,2 Std pro Woche - Ziel: 25 Std
Klasse 2 = 21,6 Std pro Woche - Ziel: 25 Std
Klasse 3 = 22,9 Std pro Woche - Ziel: 30 Std
Klasse 4 = 23,8 Std pro Woche - Ziel: 30 Std
In Einzelfällen erreichten nur die Schwachen in Förderstunden und die Wissbegierigen in Arbeitsgemeinschaften die 13.00 Uhr.

Der VBE stellt fest, dass hier ein richtiger Weg eingeschlagen wird, wenn Leistungsverbesserungen durch mehr Unterricht angestrebt werden.
Mehr Unterricht bedeutet mehr Planstellen - die Lehrerarbeitszeit ist ausgereizt!

Rüdiger Gummert





                 

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