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VBE zum Bericht des Landesrechnungshofes


Der Bericht des Landesrechnungshofes 2003 über den Unterrichtsausfall an öffentlichen allgemeinbildenden Schulen für das Schuljahr 2001/02 (1. Halbjahr) enthält erneut ernst zu nehmende Zahlen zum Unterrichtsausfall.

LRH: 54,4 % der Lehrerstunden fallen durch Krankheit aus

Besorgniserregend ist dabei der hohe Anteil von erkrankten Lehrkräften an Hauptschulen.
Es drängt sich auf, nach den Ursachen zu fragen:
- Die Lehrkräfte an Grund- und Hauptschulen haben im Vergleich zu allen anderen Schulformen die höchste Unterrichtsverpflichtung (27,5 Wochenstunden + 0,5 Vorgriffsstunde).
- In den Hauptschulen herrschen die schwierigsten Arbeitsbedingungen durch eine Vielzahl sozialpädagogischer Zusatzaufgaben.
- Die Zahl der verhaltensauffälligen und erziehungsschwierigen Schülerinnen und Schüler, sowie Schülerinnen und Schüler mit erheblichen Lernproblemen, ist in keiner anderen Schulform so groß wie in der Hauptschule. Sie alle bedürfen über die reguläre Unterrichtsarbeit hinaus häufig einer besonderen sozialen Förderung und Betreuung durch die Lehrkräfte.
- Auch die Elternarbeit (Hausbesuche, viele Gespräche, Telefonate u. v. a.) ist in vielen Fällen wesentlich schwieriger und intensiver als an anderen Schulformen.
- Außerdem haben die Älteren weniger Altersermäßigung und die Altersteilzeit verloren.
Dies alles bedeutet für die Lehrkräfte eine zusätzliche zeitaufwändige und psychische Belastung, die krank machen kann.
Hier werden Lehrkräfte verschlissen.
Es ist notwendig, Lehrkräfte von den zusätzlichen Aufgaben zu entlasten und den Betroffenen qualifizierte Unterstützung zukommen zu lassen.

LRH: 14,4 % der Lehrerstunden fallen durch Fortbildung aus

- Die schulinternen Fortbildungen (SCHILF) ganzer Kollegien waren bisher von hohem Wert. Sie sollten keinesfalls angetastet, eher noch ausgeweitet werden.
- Fortbildungen sind notwendig, um ?auf dem neuesten Stand? zu bleiben und innovativ unterrichten zu können, sie tragen entscheidend zur Qualitätsentwicklung bei.
- Fortbildung nimmt immer in erheblichem Umfang die unterrichtsfreie Zeit mit in Anspruch. Jede Verlagerung von Fortbildung auf die unterrichtsfreie Zeit bedeutet eine ?heimliche? Arbeitszeiterhöhung für Lehrkräfte.

LRH: 13,7 % der Lehrerstunden fallen durch Klassenfahrten und Wandertage aus

?Schulausflüge und Schulpartnerschaftsbegegnungen sind ein wesentlicher Bestandteil der Bildungs- und Erziehungsarbeit und des Schulprogramms jeder Schule.? (Richtlinien für Schulausflüge vom 26.02.2002)
Klassenfahrten sind daher Bestandteil der Unterrichts- und Erziehungsarbeit.

Für die Lehrkräfte sind Klassenfahrten Mehrarbeit und kein Urlaub. Sie bedeuten vielmehr für die Lehrkräfte 24 Stunden am Tag verfügbar und verantwortlich zu sein. Sie stellen Unterricht in anderer Form dar.
Ein Lob den Lehrkräften, die Klassenfahrten planen und durchführen, in Jugendherbergen u. ä. übernachten, ihre Kosten privat tragen oder nur mit Minimalbeträgen aus dem Reisekostenbudget zufrieden sein müssen (6? pro Übernachtung; 9,60? Tagegeld).
Wenn die Schulen ausreichend mit Planstellen versorgt wären, würde bei Klassenfahrten und Wandertagen weniger Unterricht in anderen Klassen ausfallen.

LRH: 8,1 % der Lehrerstunden fallen aus dienstlichen Gründen aus

In seinem Bericht nennt der LRH unter diesem Punkt den Unterrichtsausfall durch Personalversammlungen, Personalratssitzungen, Dienstversammlungen und Konferenzen
Der VBE unterstützt, dass
- Personalversammlungen und Personalratssitzungen nicht in der Unterrichtszeit stattfinden
- Dienstversammlungen und Konferenzen nur in begründeten Ausnahmefällen während der Unterrichtszeit stattfinden.

LRH: Effektive Unterrichtsversorgung der Schulen

Der Bericht stellt fest, dass die effektive Unterrichtsversorgung der Hauptschulen bei
81,1 % liegt.
Im Schuljahr 2003/04 werden etwa 1000 Schülerinnen und Schüler mehr an Hauptschulen unterrichtet werden als im Schuljahr 2002/03. Die Zahl der zur Verfügung stehenden Planstellen wird allerdings durch die Landesregierung nicht erhöht, sondern auf dem gleichen Stand wie 2002/03 verbleiben. Dies bedeutet ebenfalls eine erneute Reduzierung von Unterrichtsstunden in der Hauptschule.

Appell

Die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte haben sich in den letzten 10 Jahren drastisch verschlechtert:
- Reduzierung der Altersermäßigung
- Streichung der Altersteilzeit
- Arbeitszeiterhöhung durch Vorgriffsstunde
- allg. Arbeitszeiterhöhung

Bevor die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte weiter angetastet werden, gehören viele andere Bereiche auf den Prüfstand.
Unterrichtsausfall entsteht auch durch Unternehmungen auf Kreis- und Landesebene:
Prüfungen, Girls Day, Schüler helfen Leben, Verkehrserziehungs-, Zahnausweis- und Vorlesewettbewerbe, Sportwettkämpfe und noch vieles mehr.


Der VBE erwartet

- Verbesserungen im Bereich der Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte
- Hauptschullehrkräfte in das Zentrum der Bemühungen zu stellen
- Stärkung der Arbeit in der Hauptschule durch
o Einrichtung von Stellen für die Schulsozialarbeit zunächst an den Hauptschulen
o Ausbau des Schulpsychologischen Dienstes
o Aufbau einer intensiven Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule in der Schule
- professionelle Qualifikationsangebote für Lehrkräfte in kritischen Arbeitsbereichen
- Aufhebung der relativierten Stundentafel und Rückkehr zur verbindlichen Stundentafel
- Keine heimliche Arbeitszeiterhöhung durch Verlagerung der Fortbildung auf die unterrichtsfreie Zeit
- Bereitstellung zusätzlicher Planstellen

damit weniger Unterrichtsausfall
und mehr Qualität in den Schulen entstehen kann.



                 

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