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Rede zur Delegiertenversammlung


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

im Februar 2007 erhielten wir ein Schulgesetz, mit dem die Schullandschaft nun Stück für Stück verändert wird.

Der VBE hatte sich für die Regionalschule entschieden,
um den Hauptschülern bessere Ausbildungschancen zu bieten und von dem Abenteuer Gemeinschaftsschule
wegen seiner hohen Ansprüche an einen gemeinsamen Unterricht Abstand genommen.
Förderzentren sollten selbstständig bleiben.
Ein 10. Pflichtschuljahr auch für die mit dem höchsten Lernbedarf wurde ebenso gefordert,
wie eine Verankerung der Schulsozialarbeit
und als besonders wichtig
eine Entlastung der Lehrkräfte in den Grundschulen.


Das Ergebnis:
Förderzentren können jetzt selbstständige Schulen bleiben, auch wenn sie mit anderen Schulen unter einem Dach leben.
Dies ist eindeutig ein Erfolg des VBE!

Grundschulen
haben zur Verlässlichkeit
die Schuleingangsphase hinzubekommen
und drohen nun an diesen Aufgaben zu ersticken.
Nennenswerte Unterstützung ? ? Fehlanzeige.
Die Grundschulehrkräfte bleiben mit diesen Aufträgen allein und mit unserer Hilfe hoffentlich nicht auf der Strecke.
Der VBE fordert deshalb Entlastung für die Kolleginnen und Kollegen in den Grundschulen und zwar
? durch Absenkung der Pflichtstundenzahl gleichzeitig mit den Regional- und Gemeinschaftsschulen - die Grundschullehrkräfte haben sich dies mehr als verdient!
? durch kleine Klassen, d.h. mehr Lehrerplanstellen trotz Schülerrückgang
? allgemein heißt das für den VBE:
Stärkung der Bildung am Anfang der Schulzeit.
Hauptschulen und Realschulen werden zu Regional- und Gemeinschaftsschulen zusammengefasst.
Regionalschulen mit einer gemeinsamen Orientierungsstufe und anschließenden Schulartbildungsgängen. Gemeinschaftsschulen mit grundsätzlichem gemeinsamem Unterricht in der Sek I-Phase.

Mit atemberaubender Geschwindigkeit werden die Schulen nun neu zusammengesetzt ? 90 Schulen zum 1.8. diesen Jahres.

Der VBE ist neben der Elementar- und der Primarstufe
Lehrergewerkschaft für alle Lehrkräfte in der Sekundarstufe I ? dies stand und steht schon immer in seiner Satzung.
Der VBE verschließt sich nicht dieser neuen Situation.
Denn wer heute den Kopf in den Sand steckt, knirscht morgen mit den Zähnen.

Durch die Zusammenlegung von Schularten kann jetzt in den Schulen nur noch der Schwerpunkt auf Bildung und Erziehung gelegt werden. Die Zeiten für einen Systemstreit sind vorbei.
Jetzt geht es darum, diesen neuen Schulen zu guten Unterrichtsverhältnissen zu verhelfen.
Das gilt für Regionalschulen ebenso wie für Gemeinschaftsschulen.
Ich bin entsetzt, wie verengt viele Realschullehrkräfte versucht haben, sich von den Hauptschülern abzusetzen.
Dies hat zu Verärgerung unter den eigenen Lehrkräften geführt.
Der VBE steht mit seiner oben erwähnten Satzung auch für diese Kolleginnen und Kollegen offen.


8 Forderungen, von denen die erste schon für die Grundschulen erwähnt ist:

Also: 2.
Als Folgerung aus den Veränderungen fordert der VBE neue Schulbaukonzepte.
Der LHV des VBE hat hierzu im November 2007 einen Katalog an An-Forderungen an diese neuen Schulen erstellt.
Jetzt muss reagiert werden,
damit nicht neuer Wein in alte Schläuche gepresst wird.

3.
Der VBE fordert, endlich Schulsozialarbeit für alle Schularten zu installieren. Dies ist verantwortliche Aufgabe des Landes.
Es gibt Sozialarbeit außerhalb der Schule,
es muss auch Sozialarbeit in der Schule geben:
in den Regionalschulen, in den Gemeinschaftsschulen,
in den Grundschulen, in den Förderzentren ? in allen Schulen!
So, meine Kolleginnen und Kollegen, baut Schule ihre Qualität aus!

Unter Schulsozialarbeit verstehen wir jedoch nicht die Mogelpackungen von offenen Ganztagsschulen, die nicht mehr darstellen als Aufbewahrungszeiten im Gebäude einer Schule mit Mittagsverköstigung.
Der VBE wertet gerade seine Umfrageergebnisse zur SSA aus und wird sie in angemessener Weise veröffentlichen.
So viel sei schon gesagt: nur 25 % aller Schulen haben SSA, anders herum 75 % nicht.
25 % nicht einmal in den sozialen Brennpunkten.

4.
Der VBE fordert mehr Qualität in die Fortbildung.
In eine Fortbildung, die den Bedarf der einzelnen Lehrkraft in ihrer Klasse als Grundlage hat.
Dazu gehört in dieser Zeit auch eine deutliche Stellenaufstockung für das IQSH für Fortbildung, damit den Erfordernissen der Veränderungen Rechnung getragen werden kann.
Der VBE fordert eine besondere Unterstützung der verlässlichen Grundschulen, damit diese aus ihrer zeitlichen Knebelung herauskommen und Fortbildung auch hier wieder ganztägig möglich wird.

Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Eine Individualisierung des Unterrichts,
wie sie die Forschungen für erfolgreiches Lernen in der Schule inzwischen empfehlen,
wie sie in den Erlassen und Verordnungen mehr oder minder unverhohlen gefordert wird (Kontingentstd-Erlass und in Kürze der Förder- und der Lernplanerlass), kann nicht per Nulltarif erfolgen.
Diese Umstellung braucht kleinere Klassen, Zeit, und Fortbildung, Fortbildung, Fortbildung und endlich wieder Ruhe zum Arbeiten in den Schulen. ? und Schilf-Tage.

5.
Die Ausbildung zum Lehrer darf nicht ökonomischen Grundsätzen geopfert werden und nach dem Motto
noch schneller, noch billiger jetzt saubillig
sich in der Beliebigkeit verlieren.

Die Ausbildung zum Lehrer muss uns in Schleswig-Holstein, in Deutschland eine Menge wert sein.

Dazu gehört ein qualifiziertes Studium,
dass mit einem Staatsexamen
und nicht mit den Bachelor endet.

Dazu gehört auch ein Referendariat ? zwei Jahre ? mit guter Studienleiterbetreuung ? festen Seminargruppen ? usw.


6.
Die Ausbildung zum Lehrer darf aber auch nicht darin enden, dass die guten frisch ausgebildeten Lehrkräfte in einer Zeit des Lehrermangels mit Verträgen abgespeist werden, die ihnen jede wirtschaftliche Selbstständigkeit nehmen.

Der VBE fordert die Einstellung der Berufsanfänger im Beamtenstatus mit Vollbeschäftigung.

Investieren heißt hier auch über den Durst einstellen.

Sonst gehen sie dorthin,
wo man sie mit offeneren Armen empfängt.

7.
Meine lieben Kolleginnen und Kollegen,
wir haben jetzt nicht mehr genügend Lehrkräfte zur Verfügung, die sich um Einstellung bewerben. Der Lehrermangel beginnt.
Um wie viel mehr muss den Verantwortlichen die Gesundheit ihrer Lehrkräfte jetzt etwas wert sein.

Hier ein Gleichnis, aus dem Sie selbst die Schlussfolgerungen ziehen mögen:
Ein Araber belud ein Kamel. Er lud ihm immer mehr auf.
Zum Schluss wollte er eine kleine Feder mitnehmen
und legte sie auf den Sattel.
Das Kamel brach zusammen und war tot.
War jetzt die Feder zu schwer für das Kamel?

Deutsche Unternehmen könnten laut einer Studie des Bundesarbeitsministeriums erfolgreicher sein, wenn sie mehr auf ihre Mitarbeiter eingingen.
Nötig sei die Entwicklung einer mitarbeiterorientierten Unternehmenskultur. Diese fördere Engagement, Zufriedenheit und Unternehmenserfolg.
Den größten Einfluss auf das Engagement hätten etwa die Ermöglichung von Teamgeist, das Erleben von Zugehörigkeit, die Wertschätzung und gezeigtes Interesse an der Person.

8.
Der VBE wird seinen Finger immer wieder in diese Wunde legen und für eine Gesundheit fördernde Schule eintreten.
Jede Berufsgruppe, die so mit Menschen zu tun hat, erhält regelmäßige Supervision nur nicht die 24 000 Lehrkräfte in diesem Land. Auch hier fordert der VBE Investitionen.
Investitionen, die so den Kindern und Jugendlichen zugute kommen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Konsequent wird der VBE eintreten

für das Recht der Kinder und Jugendlichen auf bestmögliche Bildung und Erziehung,

für den Anspruch aller Pädagogen
? auf hohe Professionalität,
? auf einen anerkannten Status und
? auf angemessene Arbeitsbedingungen


Gewähren Sie mir noch ein paar Worte des Dankes:

Dank an meine Kollegen und Kolleginnen im Vorstand,

Dank an Marion unseren Dreh- und Angelpunkt im Büro,

dass sie mich ertragen aber eigentlich getragen haben.

Dank an den Rückhalt bei den Mitgliedern
und die anerkennenden Worte der Nochnichtmitglieder
in den Personalräteschulungen
und anderen Veranstaltungen des VBE.

Mein Dank geht an Richard Thumerer, heute nicht bei uns sein kann und noch gesondert verabschiedet wird.

Mein Dank und die besten Wünsche gehen auch an seinen Nachfolger im Referat Recht und Besoldung, Markus Flügge.



Liebe Kolleginnen und Kollegen,
der Vorstand tritt wieder geschlossen zur Wahl an.

Wir wollen in der kommenden Zeit den VBE in der neu sich entwickelnden Schullandschaft gut positionieren.

Machen Sie mit,
helfen Sie mit,
zeigen Sie Geschlossenheit,
machen Sie den VBE stark
er macht sich für Sie stark.




                 

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