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?Wo alle gleich denken, denkt niemand viel!?
?Wo alle gleich denken, denkt niemand viel!?

Stellungnahme des VBE zur Überarbeitung der Dialogfassung ?Personalentwicklung?

Der VBE steht nach wie vor einer konzeptionellen Personalentwicklung in Schleswig-Holstein positiv gegenüber:
Sie ist eine Chance für jeden im Schulbereich Tätigen, seine Aufgaben in sich wandelnden Zeiten effektiv und qualitativ hochwertig zu erfüllen.
Diesen Prozess professionell zu strukturieren und zu gestalten findet die Unterstützung des VBE, weil hier die Verantwortung des Landes für die Weiterentwicklung der Schulen ihren Ausdruck findet.

In seiner Stellungnahme zum ersten Entwurf (Dialogfassung) forderte der VBE,
- den vorgelegten Entwurf grundsätzlich neu zu strukturieren,
- ihn mit klaren Zielvorgaben zu versehen,
- die Verbindlichkeiten zu benennen
- sowie Vorschläge zur Durchführung in einem Anhang vorzulegen .

Dies ist weitgehend erfolgt. Beide Teile ? Erlass und Konzeptbeschreibung - sind deutlicher strukturiert und besser nachvollziehbar.
Der empfohlene Terminus ?Mitarbeitergespräche? wurde übernommen ,der Fragebogen zur Rückmeldung für Führungskräfte ist als Vorschlag in den Anhang verwiesen worden.
Auch in diesem neu strukturierten Konzept ist der Verzicht auf Regelbeurteilungen schriftlich fixiert; dies findet die volle Unterstützung des VBE.

Stilistisch gerät das Konzept zur idealisierten Vision einer Schule der Zukunft.

Die Rolle des Schulleiters/der Schulleiterin als alleinigem Impulsgeber widerspricht einem kooperativen Führungsstil. Dieser beinhaltet, dass eine Führungskraft Impulse aus dem Kollegenkreis initiiert, aufnimmt und gewinnbringend für die Arbeit des Kollegiums nutzt. Nur so können Motivations- und Qualitätssteigerung erreicht werden. Einem ?Impulsgeber? zu folgen ist dagegen eher motivationshemmend und schafft Mittelmäßigkeit.

Grundlage der PE im Schulbereich ist der Kontrakt zwischen der Ministerpräsidentin und den Spitzenorganisationen DBB und DGB (gelbe Hefte)
Der VBE hat den Erlassentwurf und den Konzeptentwurf auf die Einhaltung der wesentlichen, alle Landesbeschäftigten betreffenden Anteile hin geprüft und abgewogen, in wie weit schulspezifische Erfordernisse abweichende Entscheidungen rechtfertigen können.

Im Ergebnis ist die Neufassung in zwei wesentlichen Punkten Antworten schuldig geblieben!
Damit sind die grundsätzlichen Bedingungen des Vertrages nach wie vor nicht umgesetzt!
Mitarbeitergespräche müssen vertraulich und anlassunabhängig geführt werden.
Der Vertrag verlangt dies expressis verbis.

Der Erlassentwurf

Der VBE begrüßt, dass die Verbindlichkeit des Personalentwicklungskonzeptes auf zwei Maßnahmen reduziert wurde.
Zielvereinbarungen in Mitarbeitergesprächen zu empfehlen statt sie vorzuschreiben, ist eine akzeptable Regelung, die es ermöglichen wird, mit weniger Misstrauen solchen Gesprächen zu begegnen.
Den Zeitraum der wiederkehrenden Mitarbeitergespräche auf 1 bis 2 , im Ausnahmefall auch auf 3 Jahre zu erweitern ist ein sinnvoller Schritt.
Sie einzuhalten und umzusetzen wird dennoch für die Schulleiterinnen und Schulleiter einen erheblichen Energieaufwand bedeuten. Ohne entsprechende Zeitbudgets für diese Arbeit können beide Instrumente moderner PE nicht intentionsgerecht genutzt werden.
Zur Erinnerung: Die im alten Schulgesetz festgeschriebenen jährlichen Unterrichtsbesuche schaffte kaum ein Schulleiter!

Der VBE kann diesem Erlass jedoch nur zustimmen, wenn die Formulierungen aus dem Vertrag mit den Spitzenorganisationen (gelbe Hefte) im Erlass wieder zu finden sind:
- Mitarbeitergespräche müssen vertraulich sein und
- Mitarbeitergespräche müssen anlassunabhängig durchgeführt werden!
VBE

Das Konzept selber wird umfangreich und in blumigen Worten beschrieben. Aus unserer Stellungnahme seien hier nur einige Zitate aufgeführt. Die ausführliche Stellungnahme schicken wir gerne zu.

Wenn Schule sich zu einer lernenden Organisation (siehe Vorwort) entwickeln soll, dann sollten Formulierungen enthalten sein, die individuelle Kompetenzen und Konzepte positiv mit einbeziehen.

Der visionäre Charakter des Konzeptes findet besonders in der Beschreibung der Rolle der Schulleiterin/ des Schulleiters einen nahezu pathetischen Ausdruck (dritter Absatz). Heraufbeschworen wird das Ideal einer Gemein-Gesellschaft, in der der Einzelne seine Interessen und Fähigkeiten am Bedarf der Gemeinschaft orientiert und für sie einsetzt. Eigenverantwortung ? auch für die Fortbildung ? sollte nicht durch kollektiven Eingriff in dieses Recht erschwert oder gar ausgeschlossen werden.

Die Aufzählung derer, die als schulische Führungskräfte aufgelistet sind, lässt sich präzisieren durch die Nennung von Leiterinnen/ Leitern von Schul-, Lehrer-, Fach- und Klassenkonferenzen.

Die Entscheidung, ob Mitarbeitergespräche während der durch Unterrichtsverpflichtung festgeschriebenen Arbeitszeit zu führen sind oder ob die Sicherung des Unterrichtsangebotes Vorrang hat, ist nicht getroffen worden. Hier hat sich das Ministerium einer Verantwortung entzogen, die es übernehmen sollte.

?Förderpläne? ist ein feststehender Begriff aus der Behindertenpädagogik; im Zusammenhang mit ?Mitarbeitergesprächen? muss er durch einen anderen ersetzt werden.

?Alltagsbegleitung?, deutlicher noch ?Versetzung / Abordnung an andere Schulen? als Maßnahmen und Instrumente der PE verweisen auf mögliche Konsequenzen und Sanktionen.
Anreize, die nicht mit einer erhöhten Arbeitsbelastung verbunden sind, fehlen dagegen.

Individuelle Fortbildung sollte hier nicht thematisch eingegrenzt werden, damit weiterhin auch Unterrichtsinhalte, entwicklungspsychologische und lerntheoretische Fragestellungen etc. als Fortbildungsbedarf anerkannt werden können.

Wenn ein Fragebogen-Vorschlag zur Rückmeldung für Führungskräfte abgedruckt wird, dann sollte ebenfalls ein Ablaufraster für ein Mitarbeitergespräch als Anregung unter einem neuen Punkt 6.3 aufgeführt sein. Personalräte und die anderen Lehrkräfte werden wahrscheinlich ein solches Raster mit ihrem Schulleiter verabreden, damit vor allem die Lehrkräfte sich auf die Themen und Fragestellungen einstellen und vorbereiten können. Fatal wäre es, wenn nur der Schulleiter vorbereitet wäre.

?Der VBE fordert für die Mitarbeitergespräche, dass die Attribute vertraulich und anlassunabhängig sowohl im Erlass als auch im Konzept explizit Eingang finden.
Die Zustimmung ist davon abhängig.
Das Konzept für Personalentwicklung im Schulbereich präferiert das Kollektiv;
wir vom VBE befürchten, dass mit den Anforderungen an gemeinsam zu planendes Handeln die pädagogische Freiheit der einzelnen Lehrkraft übermäßig eingeengt wird.
Die individuellen Stärken einer Lehrkraft als Motor einer Schulentwicklung erscheinen nur dann gefragt, wenn sie in das kollektive Schema der Schule passen.?
?Wo alle gleich denken, denkt niemand viel!?

VBE



                 

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