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Inklusion - inklusive Pädagogik - inklusive Gesellschaft
Das Jahr 2009 ist von der Ministerin zum Jahr der inklusiven Bildung erklärt worden; Das Motto lautet: ?besser gemeinsam?. In ihrer Presseerklärung erläutert sie, dass noch zu viele behinderte Kinder in Förderzentren und nicht integrativ unterrichtet werden. ?Wir brauchen bundesweit einen Wechsel in der pädagogischen Blickrichtung. Denn inklusive Bildung meint: Nicht das Kind muss sich an die bestehenden Schulen anpassen, es muss umgekehrt sein. Eine inklusive allgemein bildende Schule heißt jedes Kind willkommen, auch und gerade wenn es gesundheitliche, soziale oder Lern- und Leistungsprobleme hat.?

Inklusion beschreibt als gängiger wissenschaftlicher Fachbegriff Einschlüsse in Kristallen, in Metallen (herstellungsbedingt) und in der Mathematik die Teilmenge als vollständiger Teil einer Obermenge. Die uns bekanntesten Inklusionen beobachten wir in klarsichtigem Bernstein.

Inklusive Bildung will die Blickrichtung ändern: Nicht herausnehmen um zu fördern und zu betreuen, sondern im bestehenden (Lebens-)Verbund belassen und dort Förderungs- und Betreuungsmöglichkeiten wirken zu lassen.
Der inklusive Blick sieht alle Personen und nimmt die störenden Barrieren, Hemmnisse und Stolpersteine ins Visier: Alle Schüler haben Förderbedarf, vom Lernschwachen zum Migranten, zum psychisch Kranken, zum Hochbegabten. Eine inklusive Gesellschaft nimmt sich aller Menschen an, der Kinder, Eltern, Migranten, Arbeitenden und Arbeitslosen, Kranken und Alten. Sonderwelten sind nicht gewünscht. (Trotzdem kann es auch in der Gesellschaft richtig sein, z.B. die Kranken zeitweise für sich zu behandeln, den Sprachkurs nur denen zuteil werden zu lassen, die ihn brauchen usw.)
In Bezug auf Pädagogik und Gesellschaft ist dieser Begriff sehr theoretisch, abgehoben, realitätsfern und wird doch an vielen kleinen Baustellen deutlich. Das Mehr-Generationen-Haus statt des Altersheims und die Gemeinschaftsschule, die grundsätzlich alle Schüler gemeinsam unterrichten soll und dabei individuell fördern und die Interessen berücksichtigen soll ? nur um an dieser Stelle zwei zu nennen. Im ersteren leben alle unter einem Dach in der zweiten will man grundsätzlich alle Schüler gemeinsam unterrichten, dabei individuell fördern und die unterschiedlichen Bedürfnisse berücksichtigen.
Wir sind auf dem Weg. Wie weit wir kommen ist ungewiss.

Inklusion ist nicht Integration. Inklusion nimmt nicht sonderpädagogischen Förderbedarf, sondern Förderbedarf für jeden Schüler in den Blick, schaut auf die Verhältnisse, richtet sie ein und stattet sie aus.
Auch die Lehrkräfte in den Klassen oder Lerngruppen haben ständig sich verändernde Zuständigkeiten; ?meine Schüler ? deine Schüler? gibt es nicht mehr. Auf die Verhältnisse kommt es an; auf die Versorgung mit Raum und Personal.

Was also soll das Gerede von denjenigen, die verantwortlich für die äußeren Verhältnisse sind?

Der VBE ist in erster Linie Interessenvertretung der Lehrkräfte und weiß, dass erst eine ausreichende Identifizierung der Lehrkraft mit diesen Ansichten und die Gewissheit um die gute Ausstattung eines solchen Vorhabens in eine gesunde Entwicklung führen können.

Der VBE warnt vor ?überschießender Zielsetzung, die an der Handlungswirklichkeit vorbei greift.? (J. Oelkers)

Der VBE setzt große Fragezeichen aus pädagogischer Verantwortung unseren Kindern und Jugendlichen gegenüber, wenn die Gelingensbedingungen außer Acht gelassen werden.

Eine inklusive Schule hat für den VBE
- ein zugesichert festgelegtes Grundkontingent an Sonderschullehrerstunden
- ein gesichertes, festgelegtes Kontingent für Schulsozialarbeit,
- Lerngruppengrößen, die das Wort ?Individualisierung? zur praktikablen Möglichkeit werden lassen,
- eine Ausstattung an Raum und Personal, die allen Kindern ?ein Recht auf hochwertige Bildung? gewährt
- hat Partnerschulen, die diejenigen Kinder und Jugendlichen ?willkommen heißen?, die in dieser Schule nicht Fuß fassen können
- hat Lehrkräfte,
o die alle nach gleichen und gerechten Grundsätzen besoldet werden
o die nach einem anerkannt gleichen Stundenmaß unterrichten
o die Zeit und Luft haben, in der Heterogenität ausgleichend und fördernd wirken zu können
o die nicht das Gefühl haben, mit allen Problemen allein gelassen, also ausgegrenzt zu sein wie z.B. in der Grundschule

Eine inklusive Schule
- erlebt, dass mit der Gesundheit aller in Schule Tätigen sensibel umgegangen wird und diese vor Überfrachtung geschützt werden
- hat ein Ministerium und eine Landesregierung, die auf überhöhte Erwartungshaltungen verzichten, damit Frustration und Überforderung vermieden werden

Wir haben ein preiswerteres Schulsystem als die skandinavischen Länder; wir sollten uns nicht übernehmen.
Wer Inklusion will, muss investieren und zu Anfang viel.

Der VBE macht mit, damit niemand außen vor bleibt.
Der VBE erwartet, dass diese Hausaufgaben erledigt werden. Andernfalls handelt es sich nur Machbarkeitsphantasien bildungspolitischer Ökonomen.

?Ich lebe von guter Suppe, nicht von schöner Rede? (Moliere)




                 

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