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Grundschullehrer: Allein gelassen - aber verantwortlich für alles
Vor einem halben Jahr wurden die neuen Eingangsklassen in den Grundschulen gebildet. Sie sind kunterbunt zusammengesetzt mit Kindern, die entweder nicht schulfähig sind oder verschiedene, die schulische Leistungsfähigkeit beeinträchtigende Schwächen oder Behinderungen aufweisen, mit Kindern , die schon viel wollen und können, mit Kindern, die sozial emotional noch große Schwierigkeiten haben und auch mit Kindern, die schon vor dem 6. Lebensjahr zur Schule kommen.
Präventiv erhält jede erste und zweite Klasse eine zweistündige Doppelbesetzung durch eine Förderschullehrkraft. Das entlastet zumindest in diesen Stunden.
Was passiert aber in den restlichen 18 Wochenstunden? Bedeutet es, dass die Grundschullehrkraft sich dann in diesen Stunden um die Kinder mit erhöhtem Aufmerksamkeits- und Förderbedarf ebenso intensiv kümmert wie um alle anderen? Wer das aber voraussetzt, ignoriert die tägliche Arbeit der Lehrkräfte in der Eingangsphase. Wer schon einmal eine erste Klasse übernommen hat, weiß, wie anstrengend die Zeit vom Schuljahresanfang bis zu den Weihnachtsferien ist. Bis alle Kinder eine Zeit lang ruhig sitzen können, auf andere Rücksicht nehmen und sich zu melden gelernt haben, ist eine Menge Geduld, Kraft und Ausdauer von Seiten der Lehrkräfte gefragt. Alle Erstklässler wollen zeigen, was sie können und die Aufmerksamkeit der Lehrerin/des Lehrers bekommen.
Hier zerreißen sich die Lehrkräfte zwischen individueller Betreuung und Förderung und den Erwartungen an Unterricht. Allein gelassen - aber verantwortlich für alles!
Der Bildungsforscher Wilfried Bos, der den deutschen Teil der Grundschulstudien verantwortet, stellt im ZEIT-Interview (Nr. 51, S.73/74) fest, dass Klassen unter 16 Kindern positive Effekte erzielen, dies aber volkswirtschaftlich unbezahlbar ist, dass sich aber Investitionen in Speziallehrkräfte, die Schüler gezielt fördern (schwache, wie starke), bezahlt machen. Nur… die Politik investiert in die falsche Richtung, statt zusätzlichen Unterricht in Grundschulen zu finanzieren:
Wie auch der VBE schon seit Jahren so fordert er die Finanzierung des Bildungssystems vom Kopf (Gymnasium) auf die Füße (Grundschule) zu stellen. Die Grundschule liefert die Grundlage für das spätere Leben.
Zur Zeit verbrennen wir die Grundschullehrer/innen. Sie sind fertig! Es fehlt die Doppelbesetzung!
Oluf Martinen, VBE Schleswig-Holstein



                 

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