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Stellungnahme des VBE zum Bericht für den Landtag „ Arbeitszeiten und Arbeitsbelastungen von Lehrkräften“
Sehr geehrte Mitglieder des Landtags,
für die vor Ihnen liegende 49. Tagung des Landtages hatten Sie die Landesregierung aufgefordert schriftlich über die Umsetzung der Maßnahmen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement zu berichten, sowie Erkenntnisse hinsichtlich der Entwicklung der tatsächlichen Arbeitsbelastung der Lehrkräfte einfließen zu lassen. (TOP 45)
Dass der VBE für diese Thematik besonders sensibilisiert ist, spricht für sich selbst. Mit diesem Schreiben geben wir Ihnen eine Rückmeldung zum vorliegenden Bericht und verweisen bzw. erinnern in einem zweiten Schritt auf Erkenntnisse durch eine Befragung des VBE zum Jahresanfang 2016.
Umsetzung der Maßnahmen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM)
Zu den Maßnahmen / Instrumenten des für die Landesverwaltung gültigen Gesundheitsmanagements (BGM) gehört zunächst die Gefährdungsbeurteilung , die als Kernstück logischerweise pro Dienststelle erfolgen muss, da die Arbeitsbedingungen von Schule zu Schule unterschiedlich sind.
Der Bericht verweist auf eine Checkliste, die sich im Internet in einem Text versteckt und ihre wesentlichen arbeitspsychologischen und arbeitsorganisatorischen Aspekte nicht deutlich hervorhebt. Ein gelebtes Gesundheitsmanagement entspricht nicht diesen Formalia, auf die sich der Bericht zurückzieht. Des Weiteren erwähnt der Bericht eine mit arbeitsmedizinischer Betreuung beauftragte Firma, die Gefährdungsbeurteilungen durchführt.
Fakt ist, dass in den zwei Jahren des BGM weder Hinweis noch Aufforderung erfolgt sind entsprechend zu verfahren. Der überwiegend größte Teil der Schulen hat bis heute noch keine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt. Eine verantwortliche Implementierung in schulisches Handeln hat bis heute nur selten, vermutlich eher nicht stattgefunden.
Der Bericht geht umfassend auf die Tätigkeit des Arbeitsmedizinischen Dienstes ein. Dieser besteht schon seit langem und ist per se keine Maßnahme des BGM. Sein Handeln in den verhältnismäßig geringen Fällen (97) bzw. 14 Schulen verdeutlicht die Schwierigkeit einer gründlichen und wirksamen Beratung.
Fakt ist, dass die schleswig-holsteinischen Schulen noch weit davon entfernt sind, flächendeckend auf den Arbeitsmedizinischen Dienst zuzugreifen.
Der Bericht zählt die Fortbildungsangebote des IQSH (Schulentwicklungstage, Veranstaltungen zur Lehrkräftegesundheit, Trainingsangebote, Landesfachtage, Angebote für Führungskräfte) auf und beschreibt die breite Palette des Bemühens, dieser Aufgaben Herr zu werden. Sie sind jedoch keine Maßnahmen eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements.
Fakt ist, dass die Erhebung des Status von Arbeitsfähigkeit und Gesundheit als wesentliches Element eines BGM erst nach drei bis vier Jahren zum Ende dieses Jahres gestartet werden soll.
Der Bericht geht mit keinem Wort davon aus, dass Mitarbeiterbefragungen als ergänzendes, partizipativ geprägtes Instrument der Dienststellen (Schulen) weder empfohlen, noch angedacht oder vorbereitet werden.
Fakt ist, dass Mitarbeiterbefragungen in den Schulen ein probates Mittel darstellen sich partizipativ am Gesundheitsmanagement seiner Schule zu beteiligen.
Der Bericht geht auf empfohlene Fehlzeitenstatistiken ein. SH erfasst sie nun flächendeckend.
Fakt ist, dass SH den Blick auf Fehlzeiten jedoch nur auf Krankheitstage reduziert. Da im Schulbereich Fehlzeiten (Prüfungen, Förderung, …..) andere unterrichtswirksame Fehlzeiten erzeugen, muss diese Erfassung differenzierter erfolgen. Ein Bewusstsein hierfür ist noch nicht entwickelt.
Der Bericht nimmt die Pensionierungs- bzw. Frühpensionierungszahlen nicht in den Blick.
Fakt ist, dass über die Ignorierung der Pensionierung geburtenstarker Jahrgänge ein Lehrkräftemangel aus dem Blick gerät.
Der Bericht geht auf die Suchtprävention und das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) ein und stellt Materialien in Aussicht, die jahrelang vermieden wurden.


Zusammenfassend zum Bericht
Er geht nicht auf die dringlichen Maßnahmen und Instrumente eines BGM ein, da diese nur zu einem Teil in Gang gesetzt wurden.
Er beschreibt unabhängig von den Anforderungen an ein BGM nur vereinzeltes Handeln zur Lehrergesundheit, (deren Bedeutung nicht klein geredet werden soll,) jedoch in seiner Vereinzelung eine Ressourcenverschwendung darstellt und einer breit angelegten Effizienz entgegensteht. Es wird der Eindruck erweckt als täte man viel, leider ohne viel Wirkung.
Im Sinne einer Präventionspyramide wurden viele Pyramiden auf den Kopf gestellt statt der Lehrergesundheit ein festes Fundament zuzuweisen.
Der Bericht beantwortet daher nicht die Aufforderung des Landtages und verfehlt das Thema.
Er ist geeignet, die den Landtagspolitikern vorgeworfene Realitätsferne zur Schulwirklichkeit zu vergrößern. Erkenntnisse hinsichtlich der Entwicklung der tatsächlichen Arbeitsbelastung der Lehrkräfte gibt der Bericht nicht preis.

Ergebnisse einer Befragung durch den VBE – „Rushhour in der Schule“
In der Anlage zu diesem Schreiben überreiche ich Ihnen das Ergebnis einer Befragung von Personalräten aus 200 Schulen aus dem Herbst 2015, zusammengestellt im Januar 2016, dessen Erkenntnisse noch heute gültig sein dürften. Gleichzeitig erinnere ich an dieses Ergebnis, das Ihnen im letzten Jahr bereits mit der VBE Zeitung „MITTEILUNGEN“ zugestellt wurde.
Zur Begriffsklarheit hat der VBE auf die Verwendung des Begriffs „Belastung“ verzichtet, da Belastung subjektiv unterschiedlich wahrgenommen wird und nur unklar die Beanspruchungssituation beschreibt. Wir reden also von Beanspruchung. Und Beanspruchung kann übermäßig sein.
Hier die top drei:
1. Die herausragenden Beanspruchungen betrafen die hohe Sitzungsdichte verstärkt durch Elterngespräche, durch Gesprächsbedarf bei em-soz. Schüler-Problemen und außerschulische Termine. Ein weiteres Argument zur Senkung der Unterrichtsverpflichtung.
2. Verwaltungsaufwand
3. Vertretungsunterricht
Mit freundlichen Grüßen


Rüdiger Gummert
Landesvorsitzender des VBE



                 

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