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Stellungnahme des VBE
zum Entwurf einer neuen
Orientierungsstufenverordnung (OstVO)

Der VBE teilt die Auffassung des Ministeriums über die Wichtigkeit der Beratung der Eltern zur Schullaufbahnentscheidung.
Allerdings fand diese Beratung bereits bisher auch durch die Klassenlehrer/innen der Grundschule im 1. Halbjahr des 4. Schuljahres statt.
Ob zusätzliche Beratungen der aufnehmenden Schulen erfolgreicher sind, bleibt abzuwarten.

Die geplante Änderung der OstVO wird in engem Zusammenhang mit dem Erlassentwurf ?Lernpläne ...? zu sehen sein.

Da über den VBE hinaus viele Lehrkräfte den Erlassentwurf zu den Lernplänen ablehnen, wird abzuwarten sein, wie nach einer Anhörung mit Änderungschancen eine neue Verordnung aussehen wird.
Dazu gehört dann auch die Entscheidung, ob ein Grundschulgutachten und die Entwicklungsberichte in Klassenstufe 5 und 6 und ggfs. auch die Halbjahreszeugnisse in 3, 5 und 6 entfallen können.

Die Frage der Halbjahreszeugnisse werden wir gesondert bewerten.

Zu den anderen, im Überarbeitungsentwurf dargestellten Änderungen nehmen wir unter Außerachtlassung der Lernplanproblematik Stellung.


Stellungnahme und Anmerkungen zu den einzelnen Paragrafen der OstVO:

§1: Ziel der Orientierungsstufe

Die Förderung der schulischen und persönlichen Entwicklung der Schülerinnen und Schüler erfordert Bereitstellung ausreichender Stundenkontingente für die Förderung.

§ 2: Schulübergangsempfehlung

Der Begriff Schulübergangsempfehlung ist nicht eindeutig.
Es soll kein Schulübergang empfohlen werden, denn er steht ohnehin an; vielmehr geht es um die Empfehlung einer bestimmten Schulart.
Die Empfehlung soll von der Klassenkonferenz beschlossen werden. Die Empfehlung soll keine Entwicklung mehr berücksichtigen, die die Schülerinnen und Schüler von Klasse 1-4 durchlaufen haben, sondern nur die aktuellen Leistungen, die Feststellungen des Lernplanes ab Klasse 3 und die Parallelarbeiten des 1. Halbjahres der Klasse 4. An Stelle einer breiten Information (Entwicklung Klasse 1-4) wird hier eine Momentaufnahme über etwa 1 Schuljahr zum entscheidenden Kriterium. Dies lehnt der VBE ab.

§ 3: Beratung und Entscheidung der Eltern in der Klassenstufe 4

(3)
Die bindende Formulierung (?Die Klassenlehrer erörtern die ...?) geht dann ins Leere, wenn die Eltern nicht kommen.
Die alte Formulierung (?Die Klassenlehrer laden die Eltern ein?) war formaljuristisch klar und korrekt.
(6)
Die Beratung sollte an der empfohlenen Schulart, möglichst sogar an der örtlich zuständigen Schule stattfinden.
Der VBE begrüßt, dass Eltern, die nicht zur verpflichtenden Beratung erscheinen, ihr Kind an der Schulart anmelden müssen, für die eine Empfehlung vorliegt.
Dies stärkt die Kompetenz der Grundschullehrkräfte und gibt ihrer Empfehlung mehr Gewicht.


§ 4: Anmeldung zur Orientierungsstufe

(2)
Der VBE begrüßt die konsequente Festsetzung, dass eine Doppelabweichung von der Grundschulempfehlung nicht mehr möglich sein soll.
(3)
Der Passus ?Liegt keine ...empfehlung vor,...? ist erst dann verständlich, wenn man § 4(3) der alten Fassung kennt.
Dies betrifft nur Kinder, die nicht die schleswig-holsteinische Grundschule besucht haben.
Im Gegensatz zur alten Fassung entscheiden hier nun die Eltern nach Beratung durch eine weiterführende Schule, in welcher Schulart ihr Kind eingeschult werden soll.
Bisher tat dies der Schulleiter. Diese Änderung wird abgelehnt.

§ 6: Durchlässigkeit und Zusammenarbeit der Schulen

(1)
Die Stundentafel der Hauptschule ist bereits vor Jahren relativiert worden.
Demzufolge können die Stundentafeln von Realschule und Hauptschule nur schwerlich
aufeinander bezogen werden und miteinander abgestimmt werden.

(2)
Welche Schulaufsichtsbehörde legt die Zusammenarbeit der einzelnen Schularten fest und wer
führt den Vorsitz? Dies wurde in der alten Fassung geregelt und sollte weiterhin gelten.

§ 7: Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule

(1)
Klassenlehrer stehen in jedem Schulhalbjahr zu einem Einzelgespräch zur Verfügung.
Diese Gespräche scheinen nicht mehr für die Eltern verpflichtend zu sein, wie z.B. in Klasse 4,
sondern es besteht nur ein Gesprächsangebot von Seiten der Lehrkräfte.
(2)
Individuelle Fördermaßnahmen, die beim Vergleich des Förderplanes mit den tatsächlichen
Leistungen als dringend notwendig erkannt werden, können nur erfolgreich sein, wenn auch
ausreichende Stundenkontingente für die Förderung an der einzelnen Schule zur Verfügung
stehen.

§ 8: Aufsteigen nach Klassenstufen, Wiederholung einer Klassenstufe, Schrägversetzung

(2)
Es wird übersehen, dass an den Hauptschulen eine Wiederholung der 5. Klasse sehr wohl im Interesse eines Kindes liegen kann, das bereits automatisch von 4 nach 5 aufgestiegen ist und große Defizite in einigen Bereichen hat.

(6)
Für viele fehlangemeldete Fünftklässler ist der Wechsel zum Ende des Schuljahres zu spät.

Einen Schulartwechsel oder eine Klassenwiederholung in Klasse 6 nur noch zum Schuljahresende vorzunehmen, wird vom VBE mitgetragen.

Wie aber soll verfahren werden, wenn die Zeugniskonferenz nach § 94 (3) 2. SG einen Schulartwechsel beschließt, oder wird das Schulgesetz entsprechend verändert?

Rüdiger Gummert
Landesvorsitzender



                 

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