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VBE zu den ?Lernplänen
Stellungnahme zum Entwurf ?Lernpläne in allgemeinbildenden Schulen?

VBE: Sollen alle Lehrkräfte in Verwaltungsarbeit ersticken?

Der VBE begrüßt alle Maßnahmen , die der Förderung von Schülerinnen und Schülern dienen.
Der VBE sieht allerdings in den vorgestellten Lernplänen kein geeignetes Instrument, die Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler und das Engagement der Eltern nachhaltig zu steigern

Im Einzelnen nimmt der VBE zu dem vorgestellten Entwurf wie folgt Stellung:

1. Die Feststellung von Lernprozessen und die pädagogische Reflektion finden gegenwärtig in den Gesprächen und Konferenzen statt. Die Lehrkräfte haben bisher der Zeugnisordnung und den Lehrplananforderungen entsprechend ohne zusätzliche Dokumentation Schritte und Fördermaßnahmen entwickelt und schriftlich festgehalten.

2. Individuelle Förderung und besondere Maßnahmen sind vom Umfang der zur Verfügung stehenden Stunden und von der Situation in den Klassen abhängig. Die Organisation der verlässlichen Grundschule nach dem Erlassentwurf erschwert dieses Ziel.

3. Der vorgesehene Lernplan soll nicht für alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 3 ? 6 angefertigt werden, sondern nur für diejenigen, die besonderer Aufmerksamkeit bedürfen.

4. Die Lernausgangslage wird bei 8 Zeugnisterminen doppelt festgestellt: im Zeugnis selbst und im Lernplan. Selbst bei Wegfall der Halbjahreszeugnisse, zu denen wir uns an anderer Stelle äußern werden, sind in den Klassenstufen 3,5 und 6 je zwei anzufertigende Berichte zu erarbeiten, von denen eines als Dokument bewertet wird. Diese unsinnige doppelte Verwaltungsarbeit wird vom VBE nicht mitgetragen.

5. Die Unterschriften unter dem Lernplan erwecken den Eindruck, dass es sich um einen Vertrag handelt. In Wirklichkeit sind sie eine Farce. Unwillige Eltern und Schülerinnen und Schüler bringen die Pädagogik an den Rand der Hilflosigkeit.

Die entsprechenden Kinder und Jugendlichen sind entwicklungspsychologisch nicht in der Lage, die Bedeutung ihrer Unterschrift langfristig zu erfassen (9 ? 13jährige).
Hier wird pädagogisches Handeln lächerlich gemacht.

6. Dem Grunde nach sind diese Lernpläne Zielvereinbarungen mit den Eltern und mit den Schülerinnen und Schülern. Zielvereinbarungen haben jedoch nur dann Sinn, wenn bei Nichteinhaltung auf allen Seiten mit Folgen zu rechnen ist.

7. Entscheidungen zum schulischen Werdegang, bisher in den Entwicklungsberichten ausführlich begründet, sollen künftig auf Lernplänen basieren, die ausdrücklich keine Dokumente sind. Für wichtige Entscheidungen sind rechtswirksame Dokumente erforderlich. Daher halten wir den Entwicklungsbericht für ausreichend geeignet.

Ein Hinweis zur Ökonomie:
8. 3x in der Grundschule und 4x in der Orientierungsstufe werden etwa 6seitige Schreiben erstellt, von denen eine Kopie an die Eltern geht. Das ergibt pro Jahr für jedes Kind 24 Seiten und bei 200 Kindern in den entsprechenden Jahrgangsstufen 4800 Seiten!

Der VBE lehnt diese Form lernprozessbegleitender Diagnostik ab.
Die Lehrkräfte werden mit unökonomischer und ineffektiver Schreib- und Koordinationsarbeit von ihrer eigentlichen pädagogischen Tätigkeit abgehalten.



Denkbar ist für den VBE folgende Lösung:

Das Zeugnisformular wird dreigeteilt:
a) Zensuren
b) verbale Erläuterungen
c) fach- bzw. vorhabenbezogene Vorgaben für das kommende Halbjahr unter Nennung von wenigen Schwerpunkten

So könnte lernprozessorientiert und ökonomisch auf professionelle Weise das pädagogische Handeln der Lehrkräfte zum Ausdruck gebracht werden.


Rüdiger Gummert
Landesvorsitzender



                 

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