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Haltung zählt - Demokratiepädagogik stärken
Am 29.11.2018 verabschiedete der VBE Landeshauptvorstand in Schülp bei Nortorf aus dem Anlass, dass 2019 das Jahr der politischen Bildung (Ministerin Prien) sein soll, das Positionspapier „Haltung zählt: Demokratiepädagogik stärken“

HALTUNG ZÄHLT: Demokratiepädagogik stärken

Wir beobachten, dass sich Angriffe auf die Demokratie häufen. Es besteht die Gefahr, dass die Gegner von Freiheit und Selbstbestimmung immer weiter Raum greifen.

Der VBE SH hat das Manifest des BLLV intensiv unterstützt: HALTUNG ZÄHLT[1]. Haltung zeigen kann nur, wer eine Haltung hat. Die Aufgabe von Schule und Bildung ist dafür Sorge zu tragen, dass die Schülerinnen und Schüler ein demokratisches Verständnis entwickeln können.

Die Institution Schule hat auch die Aufgabe demokratische und mündige Staatsbürger zu erziehen. Wir wollen, dass sie als mündige Staatsbürger die Demokratie verteidigen, sich mit ihr als Lebensform identifizieren. Dazu darf Demokratie in den Schulen nicht nur Lerngegenstand sein, sondern muss darüber hinaus zu einer Lebensform werden, die im Unterricht und in der Schule gelebt wird.

Bereits heute gibt es sehr viele beeindruckende Projekte und Initiativen, in denen genau dieses Jahr für Jahr unter Beweis gestellt wird. Allerdings gehen die vorbildlichen Leuchtturm-Projekte zu sehr auf die Initiative Einzelner zurück. Es fehlt vor allem an systematischer Unterstützung durch die Bildungspolitik. Dieser Mangel beginnt bei dem geringen Gewicht politischer Bildung in den Stundentafeln.

Aus Sicht des VBE müssen deshalb folgende Handlungsfelder beachtet werden:

1. Aufwertung der Bedeutung des Bildungsziels Demokratie

Die überfachlichen Lern- und Bildungsziele politischer Bildung dürfen ebenso wenig in den Hintergrund geraten wie ihr Anteil in der Stundentafel einer jeden Schule.

2. Stärkung der politischen Medienkompetenz

Die neuen Medien sind heute zentraler Teil der demokratischen Meinungsbildung. Die Medienpädagogik muss durch die Thematisierung von partizipativen Formen und Möglichkeiten der neuen Medien und die Thematisierung von Phänomenen wie Filterblase, Echokammereffekt oder Schweigespirale gestärkt werden. Dazu gehört auch die Stärkung der Kritikfähigkeit bezüglich der Inhalte auf Websites, in Foren und in sozialen Netzwerken.

3. Lehrkräfte brauchen Zeit

Lehrkräfte brauchen Zeit um demokratiepädagogische Projekte zu planen, zu organisieren und durchzuführen. Sie sind zzt. zu sehr mit verhaltens- und förderungsbezogenen Absprache- und Besprechungszeiten gebunden[2]. Zeitressourcen sind deshalb für eine demokratische Schulentwicklung erforderlich.

4. Stärkung der Partizipation

Demokratische Schulentwicklung hängt eng mit der Umsetzung partizipativer Elemente zusammen. Einerseits beziehen sie die Mitgestaltung und Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern und Eltern aktiv mit ein. Andererseits hat die Partizipation der Lehrkräfte über die Mitbestimmung einen hohen Stellenwert, der mit einem auskömmlichen Kontingent an Freistellungsstunden zum Ausdruck gebracht werden muss.

5. Demokratischer Unterricht

Demokratie ist eine Lebensform, die den Umgang miteinander trägt. Deshalb muss in einer demokratischen Schule auch der Unterricht geprägt sein durch die Prinzipien der Demokratie und gegenseitigen Respekt. Dazu gehören die Etablierung einer wechselseitigen Feedbackkultur im Unterricht, andere Formen der Leistungsmessung und -rückmeldung und die Stärkung der Eigenverantwortung von Schülerinnen und Schülern für ihren Lernprozess.

6. Demokratiepädagogik in der Lehrerbildung

Der VBE fordert die Stärkung demokratiepädagogischer Inhalte in allen drei Phasen der Lehrerbildung unabhängig von studiertem Lehramt und Fach und in allen drei Phasen eine Orientierung am Leitbild demokratischen Unterrichts.


[1] 2016 – Manifest gegen die Verrohung von Sprache und Umgangsformen – siehe auch www.bllv.de

[2] Quelle: Statuserhebung der Landesregierung zur Arbeitsfähigkeit und Gesundheit aus Sicht der Lehrkräfte, 2018


                 

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